Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Neue Streiks: Lufthansa streicht 360 Flüge

MÜNSTER Passagiere der Lufthansa müssen sich heute erneut auf bis zu 360 Flugausfälle und Verspätungen einstellen. Die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) hat die mehr als 700 Piloten bei der Lufthansa-Tochter CityLine zu einem 36-stündigen Arbeitskampf aufgerufen. Betroffen ist auch der Flughafen Münster/Osnabrück.

Neue Streiks: Lufthansa streicht 360 Flüge

Auf der Anzeigentafel am Flughafen in München werden annullierte Flüge angezeigt.

Der Streik hat heute um Mitternacht begonnen und soll bis zum morgigen Freitag 12 Uhr dauern. Hintergrund seien die festgefahrenen Tarifverhandlungen über die Gehälter für Piloten, teilte Cockpit am Mittwochabend mit. Sie werden unabhängig von den Verhandlungen für das Boden- und Kabinenpersonal geführt, bei denen am vergangenen Freitag nach fünf Tagen Streik eine Einigung erreicht worden war.Viele Flughäfen werden bestreikt

Von den neuen bundesweiten Arbeitskämpfen sind nach Angaben von Cockpit unter anderem die München, Hamburg, Stuttgart, Paderborn, Düsseldorf, Berlin-Tegel, Frankfurt, Bremen, Köln, Nürnberg, Hannover, Paderborn, Münster/Osnabrück, Friedrichshafen, Dresden und Leipzig.  betroffen. Voraussichtlich fallen in Münster-Osnabrück sechs Flüge nach München, sagte ein Sprecher der Lufthansa. Man bemühe sich um Ersatzflüge. „Entweder nutzen wir dafür Flugzeuge der Muttergesellschaft oder von Regionalpartnern“, sagte Lufthansa- Sprecher Wolfgang Weber. Passagiere sollen nach Angaben der Lufthansa nach Möglichkeit auf die Bahn und auf andere Flüge umgebucht werden. Fluggäste könnten sich unter der Telefonnummer 0800-850 60 70 und im Internet informieren. CityLine bedient ausschließlich Strecken in Europa, vor allem auf wenig frequentierten Linien. Am Donnerstag stehen rund 400 Flüge auf dem Programm. Wieviele davon wegen der Streiks ausfallen, war zunächst offen.Kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt

Cockpit begründet die neuen Aktionen damit, dass Lufthansa in den monatelangen Tarifverhandlungen kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt habe. Bereits im Juli waren die Cockpitbesatzungen der Lufthansa-Töchter Eurowings und CityLine in einen 24-stündigen Ausstand und Ende Juli in einen 36 Stunden dauernden Streik getreten. Im Kern geht es bei den Verhandlungen um mehr Geld, eine konkrete Forderung für eine Anhebung hatte die Gewerkschaft in der Öffentlichkeit aber nicht genannt. Die Lufthansa hatte zuletzt 5,5 bis 6,5 Prozent mehr Geld bei 18 bis 24 Monaten Laufzeit angeboten - dieses Angebot hält Cockpit für nicht verhandelbar.Urabstimmung der Gewerkschaft ver.di läuft

Derzeit läuft unabhängig von den Piloten eine Urabstimmung der Gewerkschaft ver.di über die am Freitag erzielte Tarifeinigung für die gut 50 000 Beschäftigten am Boden und in der Kabine. Sie erhalten rückwirkend zum 1. Juli 5,1 Prozent mehr, ab dem 1. Juli 2009 weitere 2,3 Prozent. Die Piloten des Lufthansa-Mutterkonzerns drohen ebenfalls mit Warnstreiks in den nächsten Tagen. Sie fordern eine Konzern-Personalvertretung bei Deutschlands größter Fluggesellschaft.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Mühlenfeld wird nicht Mehdorn-Nachfolger

Berlin (dpa) Beim Poker um die Nachfolge des scheidenden Berliner Flughafenchefs Hartmut Mehdorn ist der frühere Rolls-Royce-Manager Karsten Mühlenfeld aus dem Spiel. Der 51-Jährige hat wie geplant eine neue Aufgabe bei Bombardier übernommen.mehr...

Wirtschaft

Ryanair kündigt Fortsetzung des Preiskampfes in der Luft an

Dublin (dpa) Die irische Fluggesellschaft Ryanair ist vor allem eines: billig. Und das will sie bleiben. Vorstandschef O'Leary will so auch die Konkurrenz auf Distanz halten.mehr...

Wirtschaft

Flugbegleiter stimmen Arbeitskämpfen bei Airlines zu

Frankfurt/Main (dpa) In der deutschen Luftfahrtindustrie sind weitere Arbeitskämpfe näher gerückt. Nach den Lufthansa-Piloten der Vereinigung Cockpit haben nun auch die in der Gewerkschaft Ufo organisierten Flugbegleiter in einer Urabstimmung prinzipiell grünes Licht für Streiks gegeben.mehr...