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Neue Technik lockt Zuschauer ins Planetarium

Besucherrekord

BOCHUM Ein Rekordfrühling für das Planetarium. Nachdem die Bochumer Sternenkuppel über den Winter mit einer drei Millionen Euro teuren Projektionstechnik umgerüstet wurde, rennen die Besucher dem Planetarium die Tür ein. Der Mai und Juni waren Rekordmonate.

von Von Benedikt Reichel

, 02.08.2010
Neue Technik lockt Zuschauer ins Planetarium

Die riesigen Bilder auf der Planetariumskuppel begeistern die Zuschauer.

„Wir hatten etwa ein Drittel Besucher mehr als im Vorjahr“, sagt Susanne Hüttemeister, Leiterin des Planetariums. Überhaupt waren in beiden Monaten noch nie so viele Menschen im Planetarium.  Jedenfalls nicht in den vergangenen zehn Jahren, seit mit der akribischen Zählung der Gäste begonnen wurde. 12.000 Besucher kamen allein im Mai. Und dieser Monat zählt üblicherweise zu den eher schlechten im Planetarium. Selbst im Juni, als draußen die Sonne glühte und halb Bochum ins Freibad strömte, suchten hier viele die Kühle des Alls.

Und das, obwohl das Planetarium im Zuge der städtischen Haushaltskonsolidierung die Preise um etwa 30 Prozent nach oben geschraubt hat. Zwei Euro kostet das Ticket inzwischen mehr. Dafür wird mit der deutschlandweit bislang einzigartigen Full-Dome-Technik, also der Video-Projektion auf der gesamten Kuppel, mehr geboten als vor dem Umbau. Mit dem Besucherrekord der vergangenen Monate kann Susanne Hüttemeister nun entspannter auf ihr Budget schauen. 181 000 Euro sollen pro Jahr zusätzlich eingenommen werden. Allein der Mai brachte im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von rund 30 000 Euro.

Am meisten nachgefragt wird übrigens die Eröffnungsshow „Faszinierendes Weltall“. Hier wird die neue Planetariumstechnik voll ausgekostet. Seit diesem Monat läuft nun eine neue Astronomieshow: „Stella Nova – Lebendiger Kosmos“. Produziert wurden die Bilder im Planetarium in Luzern. In Bochum wird die 30-minütige Show durch einen Live-Kommentar zum aktuellen Sternenhimmel ergänzt. „Das haben wir schon lange nicht mehr gemacht“, sagt Hüttemeister und zeigt sich aufgeregt. Die Spielzeiten gibt es im Internet auf der Homepage des Planetariums.