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Neues Netzwerk für junge Brustkrebskranke

Magdeburg/Bonn (dpa/tmn) Junge Frauen mit Brustkrebs fühlen sich häufig allein mit ihrer Erkrankung. Ein in Magdeburg gegründetes Netzwerk soll helfen und Lücken füllen.

Neues Netzwerk für junge Brustkrebskranke

Junge Brustkrebskranke haben ganz andere Fragen als ältere Patienten - ihnen soll das Beratungsnetz helfen. (Bild: dpa)

«Was das professionelle medizinische System bietet, reicht nicht aus, um die Krankheit zu bewältigen», sagte Hilde Schulte, die Bundesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs in Bonn. Die Organisation hat das Netzwerk gemeinsam mit dem Deutschen Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs und der Deutschen Krebshilfe ins Leben gerufen.

«Um die Krankheit zu bewältigen, müssen sie selbst tätig werden», sagte Schulte. Dabei helfe es sehr, mit Frauen zu reden, die ähnliches erlebt und überlebt haben - um zu erfahren, was sie unterstützt hat, mit der Krankheit umzugehen. Bisher gebe es eine psychosoziale Unterstützung in nur 20 bis 30 Prozent der Fälle. Diese werde aber zu jedem Zeitpunkt benötigt: «Sowohl bei der Diagnosestellung, während der Therapie wie auch in der Nachsorge.»

Das Durchschnittsalter der mehr als 57 000 Frauen, die in Deutschland jährlich an Brustkrebs erkranken, liegt laut Schulte bei 62 Jahren. Für diese Altersgruppe gab es bereits Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch. Bei erbliche bedingten Krebserkrankungen seien aber häufig schon 30- bis 40-Jährige betroffen: «Die jungen Frauen haben meist ganz andere Bedürfnisse als ältere.» Bei ihnen stehen Fragen zum Thema Kinderwunsch, Sexualität oder Berufstätigkeit im Mittelpunkt. Bislang fehlte hier ein passendes Beratungsnetz.

Die neue Selbsthilfe liefert Informationen, auf die die Erkrankten nicht auf Anhieb von selbst stoßen - dazu sei das Gesundheitssystem zu undurchsichtig, sagte Schulte. Es gehe zum einen darum, den Ärzten als mündige Patientin entgegen zu treten: Die Frauen müssten in der Lage sein, über Therapien zu entscheiden und den Ablauf ihrer Behandlung mitzubestimmen. Zum anderen sei es wichtig, zum Beispiel zu wissen, wo es spezialisierte Brustzentren gibt und welche Anschlussheilbehandlungen genehmigt werden.

Weitere Informationen: www.frauenselbsthilfe.de

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