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Tödliche Bluttat

Neuneinhalb Jahre Haft für Messerstecher aus Hamm

DORTMUND/HAMM Acht Monate nach einer tödlichen Messerattacke auf offener Straße in Hamm hat das Dortmunder Schwurgericht den Täter zu neun Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Der Angeklagte behauptete bis zum Schluss, dass er in Notwehr gehandelt habe. Die Fakten sprechen eine andere Sprache.

Neuneinhalb Jahre Haft für Messerstecher aus Hamm

Das Landgericht Dortmund glaubte dem Angeklagten aus Hamm nicht, dass dieser in Notwehr gehandelt habe. Foto: picture alliance / Bernd Thissen

Dass der 42-jährige Angeklagte im März den Ex-Mann seiner jetzigen Ehefrau erstochen hat, stand von Beginn des Prozesses fest. Der Mann behauptete jedoch, dass die Aggressionen damals von dem später Getöteten ausgegangen seien und er sich mit dem Messer im Grunde nur gewehrt habe.

Zeugen und Ergebnisse der Obduktion belasten Angeklagten schwer

Dagegen sprechen laut Urteil jedoch gleich mehrere Gründe. Zum einen hatten mehrere Augenzeugen die Bluttat auf offener Straße beobachtet. Und keiner von diesen hatte die Tat so geschildert wie der Angeklagte. Und zum anderen sprechen auch die harten Fakten eine deutliche Sprache.

Das Opfer starb an den Folgen von sechs wuchtigen, tiefen Stichen. Einer der Stiche hatte sogar die Schädeldecke durchstoßen. In so einem Fall könne man sicher nicht von Notwehr sprechen, so die Richter.

Täter verletzte auch Sohn des Getöteten

Bei der Bluttat wurde auch der Sohn des Getöteten schwer verletzt. Der junge Mann wurde von der Messerklinge zweimal in die Schulter getroffen, überlebte den Angriff aber. Diese Attacke werteten die Richter als gefährliche Körperverletzung.

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