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„Night of the Proms“ begeistern in Hamburg

Hamburg. Beim Deutschland-Tournee-Auftakt der diesjährigen „Night of the Proms“ treffen beim ersten von zwei Konzerten in Hamburg Stars von gestern und heute auf Orchester und Chor. Neben Altmeistern wie Roger Hodgson und Peter Cetera überzeugt das junge Talent Emily Bear.

„Night of the Proms“ begeistern in Hamburg

Auch John Miles und Melanie Chisholm sorgten für gute Stimmung. Foro: Daniel Reinhardt Foto: Daniel Reinhardt

Es hat tatsächlich ein Jahr gegeben, indem John Miles bei der „Night of the Proms“ nicht seinen Evergreen „Music (Was My First Love)“ gespielt hat. Daraufhin hagelte es so viele Beschwerden von Fans der Klassik-Crossover-Veranstaltung, dass man ihn wieder ins Programm aufnahm.

So geht das jetzt schon seit Mitte der Achtziger. Und es klingt immer noch monströs und toll, wie der britische Musiker das Rockmusik-Epos beim Deutschland-Tourauftakt der diesjährigen „Night of the Proms“ am Freitag in Hamburg darbietet.

Alles scheint beim Alten, in diesem Jahr weht aber auch ein Hauch von frischem Wind durch die Barclaycard Arena. Das ist schon bei der Ouvertüre aus dem Film „La La Land“ zu bemerken: Hinter dem Klavier sitzt die erst 16 Jahre alte US-Amerikanerin Emily Bear, die bisher jüngste Proms-Künstlerin und die Entdeckung des Abends. Vor dem Chor Fine Fleur, der Backbone-Band und dem XL-Orchester, das sich in Antwerp Philharmonic Orchestra umbenannt hat, steht die argentinische Dirigentin Alexandra Arrieche.

Dann kommt die Berliner Reggae-HipHop-Spaß-Formation Culcha Candela auf die Bühne, um Party-Stimmung zu verbreiten. „Du bist hamma, wie du dich bewegst in dei'm Outfit, hamma!“, schallt es durch die Halle. Mit dem Hit von 2007 gelingt den über die Bühne springenden Sängern und ihrem DJ das Vorhaben mühelos.

Der Trend, dass bei einer großen Show-Produktion irgendetwas fliegen muss, macht auch vor den Proms nicht halt: Diesmal ist es ein Klavier. Spielt Emily Bear es erst noch hoch oben unter der Decke auf einem Würfel, wird sie beim nächsten Song samt Instrument auf einer Plattform durch den Würfel hindurch gezogen und schwebt über den Köpfen des Publikums. Dabei begeistert sie mit Gnarls Barkleys „Crazy“ oder kleidet die Liebesgeschichte zweier Zuschauer in Piano-Improvisationen. Dass Jung neben Alt, neue Talente neben Stars von gestern auf der Bühne stehen, macht die Proms aus.

Der etwas nervös wirkende Peter Cetera ist der heimliche Star des Abends, in den achtziger Jahren war er bei der Band Chicago ausgestiegen. Er singt die Klassiker der Gruppe „If You Leave Me Know“, „You’re The Inspiration“ und „Hard To Say I’m Sorry“. Ex-Spice-Girl Melanie C bietet ihre erfolgreichsten Solo-Hits dar. Sie spielt „First Time Of My Life“ aus dem Jahr 2005. Später singt die 43-Jährige noch das Duett „When You’re Gone“ mit John Miles - und es klingt kein bisschen schlechter als das Original mit Bryan Adams.

Hippie-Flair macht sich breit, als der einstige Supertramp-Frontmann Roger Hodgson die Bühne betritt: Klavier, Keyboard, Anzug - alles strahlt blütenweiß. Mit fünf Songs hat er den Löwenanteil bei den diesjährigen Proms. „Breakfast In America“, „The Logical Song“, „Dreamer“ - obwohl unterschiedliche Generationen vor ihm sitzen, kennt anscheinend jeder diese Lieder. Am Ende stehen alle Stars und Musiker gemeinsam auf der Bühne, singen noch merklich textunsicher die Coldplay-Hymne „A Sky Full Of Stars“. Die „Night of the Proms“ tourt durch mehrere Städte in Deutschland und endet am 23. Dezember in Dortmund.

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