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Nike Wagner will Festspielleitung übernehmen

Bayreuth (dpa) Wenige Tage vor der möglichen Entscheidung über die künftige Festspielleitung in Bayreuth will Nike Wagner (63) die Ernennung ihrer Cousine Katharina Wagner (30) zur neuen Chefin noch verhindern.

Nike Wagner will Festspielleitung übernehmen

Katharina Wagner (l.) und Nike Wagner liegen im Clinch.

«Ich weiß, dass die drei anderen Stämme der Wagner- Familie unglücklich sind mit Katharina Wagner», sagte die Leiterin des Weimarer Kunstfestes in einem Interview mit NDR Kultur. «Jetzt ist die Chance, die Sache wirklich noch einmal zu ändern, und ich bemühe mich darum, einen Konsens für eine andere Lösung herbeizuführen.»

Zugleich bekräftigte sie ihren eigenen Anspruch: «Bayreuth gehört ja sozusagen zu meinem alten Erbe, zu meinem alten Engagement, und ich bleibe dran», sagte sie in dem am Dienstagabend ausgestrahlten Beitrag. Festspielchef Wolfgang Wagner (88) hat für Ende August seinen Rücktritt angekündigt. Katharina Wagner und Eva Wagner- Pasquier (63), Wagners Töchter aus zwei Ehen, bewerben sich gemeinsam um seine Nachfolge. Am 1. September berät der Stiftungsrat der Festspiele darüber. In dem Gremium hat auch die Wagner-Familie vier Stimmen, verteilt auf die Geschwister Wolfgang, Verena, Wieland (gestorben 1966) und Friedelind (gestorben 1991) beziehungsweise deren Nachfahren. Nike Wagner ist die Tochter von Wieland Wagner.

Unterdessen äußerte Katharina Wagner Interesse daran, ihren Halbbruder Gottfried (61) erstmals zu treffen. «Mir geht es um eine Begegnung mit Gottfried, ich würde gerne seine Familie kennenlernen», sagte sie der Zeitschrift «Bunte». Gottfried Wagner hatte sich mit seinem Vater, Festspielchef Wolfgang Wagner, überworfen und in seinem Buch «Wer nicht mit dem Wolf heult» mit ihm abgerechnet. Gottfried Wagner fordert, die Verstrickung der Festspiele mit dem Nazi-Regime aufzuarbeiten und dafür die Archive im Festspielhaus zu öffnen, in denen er brisante Unterlagen vermutet. Katharina Wagner sagte dazu, sie würde sich einer seriösen Aufarbeitung durch unabhängige Historiker nicht in den Weg stellen. Um die Bewältigung der Vergangenheit könne man sich nicht drücken. «Ich bin mir bloß nicht sicher, ob diese Akten existieren», sagte sie.

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