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Noch nichts entschieden

BOCHUM Stadtwerke Bochum, DEW21 und Gelsenwasser AG wollen künftig enger zusammen arbeiten. Ob daraus am Ende eine Fusion wird, ist derzeit aber noch völlig offen.

von Von Thomas Aschwer

, 18.12.2007
Noch nichts entschieden

Imposant ist die Empfanghalle im Bochumer Stadtwerkehaus.

In ihrer gestrigen Lenkungsausschuss-Sitzung haben die Partner einen „ergebnisoffenen Prüfprozess“ gestartet. In ihm soll untersucht werden, wie die Wettbewerbsfähigkeit der drei Akteure gesichert und erhöht werden kann.“ Im Klartext: Es geht um gemeinsame Kostenreduzierungen und Gewinnsteigerungen. Bereits in der Vergangenheit hatten die drei Unternehmen eigenständige Aktivitäten und Projekte zur Zukunftssicherung entwickelt. Jetzt steht eine engere Verzahnung in den folgenden Aufgabenfeldern an:  Handel und Vertrieb von Energie;,  Betrieb der Strom- und Gasnetze;  Betrieb der Wasser- und Abwasseranlagen und -netze.

Mögliche Lösungsansätze müssen sich aber daran orientieren, dass die Stadtwerke Bochum, Gelsenwasser wie auch DEW21 als Vertriebs- und Kundendienstgesellschaften vor Ort erhalten bleiben sollen. Zudem soll die paritätische Mehrheit der Städte Bochum und Dortmund erhalten bleiben. Außer Frage steht auch, dass RWE als DEW21-Gesellschafter-Partner bleibt. Das Modell muss natürlich Wachstum ermöglichen und für weitere kommunale Partner offen sein. Hier bleibt die Einbindung der Stadtwerke Witten ein Thema (wir berichteten). Welche möglichen Konsequenzen stehen bereits jetzt im Raum? Müssen sich nun die Mitarbeiter der drei Partner um ihre Arbeitsplätze sorgen? „Die Partner gehen davon aus, dass mit der Umstellung auf neue Strukturen unmittelbar kein Personalabbau verbunden sein wird“, betonen die Unternehmen.

Keine Kündigungen

„Betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen.“ Allerdings wird dafür im Gegenzug von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Flexibilität erwartet. Das gilt für die Funktion innerhalb der einzelnen Unternehmen ebenso wie für den Arbeitsplatz. Wer also heute in Bochum arbeitet, muss sich somit gedanklich damit anfreunden, künftig in einer ganz anderen Abteilung in Dortmund tätig zu sein. Ausdrücklich bekennen sich die drei Partner zu ihrem bisherigen Ausbildungsengagement. Wohin die Reise geht, wird Ende März 2008 deutlicher werden. Dann sollen erste Teilergebnisse vorliegen. Ende Juni soll die Untersuchung des Grundmodells abgeschlossen sein.