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Alle Kindergärten bleiben

NORDKIRCHEN Wie fast überall im Land gehen die Kinderzahlen auch in Nordkirchen in den nächsten Jahren drastisch zurück. Wie wirkt sich dies auf die Kindergärten in den drei Ortsteilen der Gemeinde aus?

von Von Matthias Münch

, 12.12.2007

In den Kernjahrgängen der Drei- bis Sechsjährigen sieht das folgendermaßen aus:

Nordkirchen: Die Zahl schrumpft vom derzeitigen Kindergartenjahr 2007/08 von 124 in den nächsten Jahren über 111 und 94 auf 86 im Kindergartenjahr 2010/11. Dem stehen zurzeit 165 Plätze gegenüber.

Südkirchen: Im laufenden Kindergartenjahr gibt es 99, im nächsten 100 Kinder in den Kernjahrgängen. Danach schrumpft die Zahl auf 90 und dann auf 81 im Kindergartenjahr 2010/11. Dem stehen 125 Plätze gegenüber.

Capelle: Die Zahl sinkt vom derzeitigen Kindergartenjahr 2007/08 von 67 im nächsten Jahr auf 62, dann auf 53 und schließlich auf 52 im Kindergartenjahr 2010/11. Dem stehen 75 Plätze gegenüber.

Jugendhilfeausschuss des Kreises stimmt Bedarfsplan zu

    Das hat Folgen für die Tageseinrichtungen. Zwar bleiben in Nordkirchen zunächst alle erhalten. Sie müssen aber mit Obergrenzen leben, die im Kindergartenbedarfsplan des Kreises Coesfeld festgelegt werden. Für diesen Bedarfsplan gab der Jugendhilfeausschuss des Kreises am Dienstagabend einstimmig grünes Licht. An der Zustimmung des Kreistages wird nicht gezweifelt. Die Zahlen im Bedarfsplan (siehe Grafik) wurden der Gemeinde und den Trägern der Kindergärten bereits vorgestellt.

Das neue Kindergartenbildungsgesetz (Kibiz), das am 1. August 2008 in Kraft tritt, legt fest, dass künftig auch unter Dreijährige verstärkt in den Tageseinrichtungen betreut werden sollen. Deshalb wird es neue Gruppenstrukturen geben: I für Kinder von zwei Jahren bis zur Einschulung, II für unter Dreijährige, III für Kinder von drei Jahren bis zur Einschulung.

Weniger Kinder, weniger Geld

Außerdem haben Eltern die Wahl, ob sie ihre Kinder 25, 35 oder 45 Stunden pro Woche im Kindergarten ihrer Wahl betreuen lassen möchten. All dies hat Auswirkungen auf die Finanzierung der Kindergärten. Denn sie bekommen künftig ihr Geld nicht mehr pro Gruppe, sondern pro Kind. Diese Kindpauschale richtet sich nach Gruppentyp und Anzahl der Betreuungsstunden. Je weniger Kinder in einem Kindergarten angemeldet werden, desto weniger Geld wird er bekommen.

Die Anmeldungen für das nächste Kindergartenjahr erfolgen im Januar oder Februar wie bisher in den Kindergärten.  

 

  

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