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Dieter Tigges geht mit zwei weinenden Augen

Johann-Conrad-Schlaun-Schule

Eine Ära geht jetzt an der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule zu Ende. Dieter Tigges (65), erster und bisher einziger Leiter der 1993 gegründeten Schule, geht mit Ablauf des Schuljahrs in den Ruhestand. Matthias Münch sprach mit ihm über diesen Einschnitt.

NORDKIRCHEN

29.06.2012
Dieter Tigges geht mit zwei weinenden Augen

Dieter Tigges geht zum Ende des Schuljahres in den Ruhestand. Dabei wäre er gern noch zwei Jahre länger an der Johann-Conrad-Schlaun-Schule gebieben.

Nein, ich gehe nur sehr ungern. Im Laufe der Zeit sind so viele persönliche Kontakte zu Kollegen, Eltern und Partnern der Schule entstanden. Für mich war das hier immer ein Ort der Freude. Es ist eine wahnsinnig gute Schule geworden, die ich jetzt mit zwei weinenden Augen verlasse.

Genau das wollte ich und habe bei der Bezirksregierung einen Antrag auf zwei Jahre Verlängerung meiner Dienstzeit gestellt. In anderen Fällen wurde so etwas genehmigt. In meinem Fall hat die Bezirksregierung leider abgelehnt.

Nach der Volksschule habe ich zuerst Schweißer gelernt und zwei Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Dann wurde ich Polizeibeamter für acht Jahre. Während des Polizeidienstes habe ich mein Lehrerstudium in den Fächern Deutsch und Sport begonnen. Nach dem Referendariat an einer Grundschule war ich vier Jahre an einer Hauptschule, bin dann für sechs Jahre zur neu gegründeten Anne-Frank-Gesamtschule in Dortmund gewechselt und schließlich als stellvertretender Leiter zur ebenfalls neuen Gesamtschule in Bergkamen. Als die Ausschreibung für die Leiterstelle in Nordkirchen kam, habe ich mich beworben und das große Los gezogen.

Die Gründungsphase war nicht leicht, weil die Schulform Gesamtschule hier nicht populär war. Wir sind herumgereist zu allen Grundschulen in der Umgebung und haben die Menschen informiert. Mittlerweile hat sich das Bild dramatisch verändert. Unsere Schule hat einen sehr guten Ruf. Den haben sich Lehrer, Eltern und Schüler gemeinsam erarbeitet.

Dass sich die Schule in ihrem guten, offenen und leistungsorientierten Klima weiter entwickelt.

Erstmal will ich den Bürospeck loswerden. Das sind gefühlt vier bis fünf Kilo zuviel. Dafür werde ich laufen und Fußball spielen. Darüber hinaus werde ich schon etwas Interessantes finden.

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