Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ehepaar schenkt der Kinderheilstätte zu seiner Goldhochzeit eine neue Kutsche

Spende

Die Kinderheilstätte hat nun eine eigene Kutsche. Gezogen wird sie von den Eseln Sancho und Babette. Die sind für diesen Job besonders gut geeignet.

Nordkirchen

, 20.08.2018
Ehepaar schenkt der Kinderheilstätte zu seiner Goldhochzeit eine neue Kutsche

Am Samstag fuhren Bewohner der Kinderheilstätte das erste Mal mit der Kutsche. Esel Sancho zog das Gespann.Steinhoff © Berthold Steinhoff

Vier Kinder, ein Esel, ein Kutscher und viel Spaß. In dieser Konstellation wurde die neue Kutsche der Nordkirchener Kinderheilstätte am Samstag mit einer kleinen Fahrt eingeweiht. Die Kutsche befindet sich jetzt schon seit ein paar Wochen auf dem Gelände der Kinderheilstätte.

Esel Sancho hat sich bereits auf die Fahrt begeben, die zweijährige Esel-Dame Babette übt gerade noch, wie Berthold Steinhoff, der sich als Lehrer unter anderem um die Tiere im Streichelzoo und im Schulgarten kümmert, sagt. Außerdem wird die Kutsche aktuell noch auf die Länge von Babette angepasst – sie ist nämlich größer als ihr zehn Jahre alter Artgenosse Sancho.

Neue Kutsche ist barrierefreier

Die Kutsche wurde von einem Ehepaar aus Herbern gespendet, wie Gisela Stöver te Kaat vom Sozialmarketing der Kinderheilstätte sagt. Das Paar wollte zu seiner Goldenen Hochzeit keine Präsente, sondern lieber eine Spende für die Kinderheilstätte – und davon konnte die neue Kutsche gekauft werden. „Das Paar ist sehr pferdeaffin“, sagt Stöver te Kaat, so sei die Idee, von der Spende eine Kutsche zu kaufen, gut angekommen. Bisher verfügte die Kinderheilstätte über einen Sulky, einen zweirädrigen Kutschwagen, allerdings ist der mittlerweile auch schon acht Jahre alt und muss dringend neu bezogen werden, wie Berthold Steinhoff sagt. Zudem ist der Sulky zu klein für Esel-Dame Babette.

Die neue Kutsche ist von einem Kutschenbauer aus Dülmen gefertigt worden und ist ein sogenannter Marathonwagen, eine etwas größere Kutsche, die wesentlich barrierefreier ist, als der Sulky.

„Der Aufstieg hat eine Stufe“, erklärt Berthold Steinhoff, „das ist ein Vorteil gegenüber anderen Kutschen für Leute mit einer Gehbehinderung.“ Zusätzlich bietet die Kutsche auch Möglichkeiten, sich festzuhalten und leichter hinauf zu kommen. Und weil sie recht leicht ist, kann sie auch mal ohne große Umschweife umgelenkt und verschoben werden, wenn ein Hindernis im Weg sein sollte. „Sie ist alltagstauglich“, sagt Steinhoff. Insgesamt gibt es Platz für vier Erwachsene oder sechs Kinder.

Ehepaar schenkt der Kinderheilstätte zu seiner Goldhochzeit eine neue Kutsche

So sieht die neue Kutsche aus. © Sabine Geschwinder

Warum eigentlich Esel? „Esel eignen sich in vielerlei Hinsicht zum Einsatz im pädagogischen Handeln“, erklärt Berthold Steinhoff. Sie seien keine ausgeprägten Fluchttiere im Gegensatz zu Pferden. Die ursprüngliche Heimat der Tiere liege in den Halbwüsten in Afrika und Asien. „Es ist dort sehr geröllhaltig und felsig. Eine panische Flucht bringt somit häufig die eigene Gesundheit in Gefahr“, so Steinhoff. Die Esel seien deshalb auch in Gefahrensituationen – zum Beispiel bei einem bellenden Hund – eher überlegt. „Sie schauen und bewerten erst und entscheiden dann, was sie machen. Oft wird es ihnen als Sturheit ausgelegt“, so Steinhoff.

Hinzu kommt auch, dass die Esel sehr zutraulich und Menschen zugewandt sind. Bald sind sie sicherlich auch öfter mit der Kutsche anzutreffen.

Am Samstag fuhren Bewohner der Kinderheilstätte das erste Mal mit der Kutsche. Esel Sancho zog die Kutsche, Mitarbeiter Ferdi Weiß ist als Kutscher unterwegs

Lesen Sie jetzt