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Erste Ideen stehen fest

Gemeinschaftliches Wohnen in Nordkirchen

Gemeinschaftliches Wohnen in Nordkirchen – ein spannendes Projekt. Eine Bürgerversammlung lotete Wünsche und Ideen aus. Und führte zu ersten Schritten.

Nordkirchen

10.06.2018
Erste Ideen stehen fest

Nordkirchener Bürger und Bewohner angrenzender Orte trafen sich, um über Wohnformen in Nordkirchen zu sprechen. Foto: Jürgen Weitzel

Aus Nordkirchen und aus angrenzenden Orten kamen die 14 Bürgerinnen und Bürger, die sich am Samstagmorgen im Bürgerhaus Nordkirchen getroffen haben, um die bereits im März in einer öffentlichen Veranstaltung besprochene Idee eines Projektes „Gemeinschaftliches Wohnen in Nordkirchen“ näher zu besprechen und zu konkretisieren.

Die Ausgangslage

Bauamtschef Josef Klaas begrüßte die Teilnehmer und erläuterte die Motivation der Gemeinde, sich nicht nur um das jeweils nächste Baugebiet zu kümmern, sondern auch dabei zu helfen, alternative Wohnmöglichkeiten anzustoßen, die dann aber privat ausgearbeitet und realisiert werden müssen. Die Gemeinde ist jedoch bereit, hierfür eine begrenzte Zeit Planungsunterstützung zu geben.

Das sagen Teilnehmer

Anne Behlau und Bastian Rinke vom Quartiersmanagement „Miteinander in Nordkirchen“ erfassten dann von jedem Teilnehmer dessen Gründe, sich für eine solche Wohnform in Nordkirchen zu interessieren. „Dabei wurde eine weite Spanne an Überlegungen sichtbar“, berichtet Josef Klaas. Das reiche von der Angst, später das eigene große Haus und den Garten nicht mehr beherrschen zu können über den Wunsch auf gelegentlichen Austausch unter Mitbewohnern statt des üblichen Alleinlebens bis hin zu den Gedanken, gegenseitig Hilfeleistungen in eine Gemeinschaft einzubringen, die dem Einzelnen dann aber auch ein Leben in der weiterhin eigenen Wohnung ermöglicht. Menschen mit Einschränkungen erwarten, dort erstmals die Möglichkeit zu selbstständigem Wohnen zu bekommen. Ihre Eltern könnten ebenfalls eine Wohnung im gleichen Haus mieten oder kaufen, müssen es aber nicht.

Die Favoriten

„Alle Teilnehmer favorisieren dabei weiterhin eine eigene Eigentums- oder Mietwohnung mit einem noch zu planenden Angebot an Gemeinschaftsflächen im Haus, deren Inhalt, Größe, Finanzierung und Nutzung im weiteren Planungsprozess weiter zu untersuchen sind“, so Klaas. Bei der Standortfrage wurden erste Überlegungen angestellt, wobei die Mehrheit ein Wohnen im Ortsteil Nordkirchen favorisiert – wegen des dort guten Angebotes an Infrastruktur.

Der Zeitfaktor

Sehr deutlich wurde der Wunsch, ein solches Wohnprojekt nicht irgendwann, sondern in spätestens zwei bis vier Jahren zu realisieren.

So geht es weiter

Daraus entstand die konkrete Vereinbarung, jetzt gemeinsam die nächsten Planungsschritte zu gehen, um die vielen mit einem solchen Vorhaben verbundenen Fragen von der Organisation des Planungsprozesses, der Finanzierung eines solchen Vorhabens, des Standortes, der Gebäudegestaltung und der Rechtsform der Gemeinschaft zu klären.

Die Hausaufgabe

An die Gemeinde Nordkirchen wurde direkt der Wunsch herangetragen, mögliche Standorte zu prüfen und darüber mit der Gruppe zu sprechen.

Die Vorgehensweise

Die Planungsgruppe, zu der jederzeit weitere Interessierte hinzustoßen können, wird ab sofort begleitet von Wolfgang Bille, freier Mitarbeiter im Architekturbüro Lothar Steinhoff aus Capelle, der bereits vielfache Erfahrungen in solchen Planungsprozessen sammeln konnte und auch ähnliche Wohnprojekte begleitet.


Kontakt: wolfgang.bille@t-online.de. Er lädt alle Interessierten auch gleich ein zur Besichtigung eines ähnlichen Wohnprojektes in Werne, die am Samstag, 30. Juni, um 15 Uhr stattfinden soll.

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