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Ferienfreizeit-Kinder forschen nach: Wie arbeitet eigentlich die Polizei?

Polizeiwache

Wie sieht eine Polizeiwache von innen aus? Das wollten Nordkirchener Kinder jetzt ganz genau wissen. Was sie bei ihrem Besuch bei der Polizei erlebt haben, erzählen wir in Bildern.

Nordkirchen

, 15.08.2018
Ferienfreizeit-Kinder forschen nach: Wie arbeitet eigentlich die Polizei?

Nordkirchener Kinder aus dem Ferienprogramm des Juno haben am Dienstag die Polizeiwache in Nordkirchen besucht. © Marie Rademacher

Warum er unbedingt dabei sein wollte, in der Gruppe der Ferienfreizeit, die am Dienstag die Wache der Polizei in Lüdinghausen besucht hat? „Weil Polizei cool ist“, erklärt der zehnjährige Noah. Das sehen offensichtlich viele Nordkirchener Kinder so: Die Crew vom Juno, die das Ferienprogramm organisiert, musste auslosen, wer alles mitkommen durfte zum Ausflug nach Lüdinghausen. Was die „Bulliladung“ Kinder dort erlebt hat, erzählen wir in Bildern.



Die Pforte der Polizeiwache
Ferienfreizeit-Kinder forschen nach: Wie arbeitet eigentlich die Polizei?

© Marie Rademacher

Dieter Herbstmann nimmt die Nordkirchener Kinder in Empfang. „Ich bin ja auch der Bezirksdienstbeamte von Nordkirchen“, sagt er. Klar also, dass die Kinder bei ihm in guten Händen sind. Eine Station des Wache-Rundgangs: Der Bereich vorne, wo Polizist Carsten Elsner sitzt. Die Kinder scharen sich um seinen Schreibtisch und schauen neugierig auf die Bildschirme, über die er die die Streifenwagen sieht, die einfahren. „Ich kann von hier aus die Schranke bedienen“, erklärt der Polizist. „Fragen?“ Keine. Das wird sich bei der nächsten Station ändern: Es geht in die Gewahrsamszellen.


Ab in „den Kanst: So sehen die Gewahrsamszellen-Zellen aus

Ferienfreizeit-Kinder forschen nach: Wie arbeitet eigentlich die Polizei?

© Marie Rademacher

Kühl gekachelt ist der Raum, in den die Kinder dann treten. Zwei Betten mit Ledermatratzen sind darin. Keine Frage: Das hier sind die Zellen der Lüdinghauser Wache. „Die sind aber nicht mehr funktionstüchtig“, erklärt Dieter Herbstmann den Kindern. Die Zellen entsprechen nicht mehr den Standards, sagt er weiter. „Kannst du uns hier einmal drin einsperren?“, fragt Yannis. Nicht nur seine Augen leuchten und deuten auf die Räuber-und-Gendarm-Faszination hin, die sich bei Kindern seit vielen Jahren hält. Als Dieter Herbstmann dann tatsächlich die Tür schließt, sagt Yannis: „Lass und ja wieder raus!“


Polizist hat 0,0 Promille
Ferienfreizeit-Kinder forschen nach: Wie arbeitet eigentlich die Polizei?

© Marie Rademacher

Das tut er - nachdem drei Jungs lautstark gegen die Zellentür geklopft haben. Und dann geht es an den Alkoholtest. „In dieses Gerät muss man einfach ganz feste reinpusten“, erklärt Dieter Herbstmann. „Soll ich das mal vormachen?“ Klar, meinen die Kinder. „Mal gucken, ob du Alkohol getrunken hast“, sagt Yannis und reibt sich schon die Hände. Aber nein: 0,0 Promille ist das Messergebnis bei den Polizisten. Und auch hier dürfen die Kinder das Gerät selbst einmal austesten.


Eine Box mit Handschellen
Ferienfreizeit-Kinder forschen nach: Wie arbeitet eigentlich die Polizei?

© Marie Rademacher

Diese Räuber-und-Gendarm-Faszination hält sich natürlich auch noch, als die Kinder den Korb mit den Handschellen und Fußfesseln an ihrem Betreuer Marian und an den anderen Kindern ausprobieren können. Das zeigt: Eher spielerisch ist die Führung der Wache. Die Kinder sollen einen Einblick bekommen in die Arbeit der Polizei. Aber auch der Spaß soll dabei nicht zu kurz kommen. „Freiheit, geliebte Freiheit“, sagt Noah entsprechend schelmisch grinsend, als Dieter Herbstmann in wieder von den „Fesseln“ befreit. Jetzt kommen auch schon mehr Fragen von den Kindern. Hat jeder Polizist eine Pistole? Warum? Warum braucht die Polizei so viele Handschellen?


Spurensuche in der Spurensicherung

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© Marie Rademacher

„Gibt es hier eigentlich auch ein SEK“, fragt Max, als sich die Gruppe ins Treppenhaus begibt, um bei der Kriminalpolizei vorbeizuschauen. „Nein“, sagt Herbstmann. „Das SEK ist in Münster.“ Dafür bekommen die Kinder oben einen Einblick in die Spurensicherung. Wolfgang Hirschel aus dem Bereich „erkennungsdienstliche Behandlung“ führt den Kindern an seinen Arbeitsort. Hier, so erklärt er, werden die Festgenommenen fotografiert. „Ich schreibe mir außerdem ihre Größe, ihr Gewicht, ihre Schuhgröße, ihre Augenfarbe und so weiter auf“, sagt er. Und auch um Fingerabdrücke kümmert er sich. Auch hier: Natürlich dürfen die Kinder - in diesem Fall der achtjährige Max - das mal ausprobieren.


Kinder probieren Fahrzeuge aus
Ferienfreizeit-Kinder forschen nach: Wie arbeitet eigentlich die Polizei?

© Marie Rademacher

Gut an kommt bei den Kindern, die inzwischen wieder nach unten gegangen sind und sich im Hinterhof der Wache befinden, das Motorrad. Polizist Stefan Feldhaus - natürlich in voller Montur - erklärt es den Kinder. „Hier“, sagt er und öffnet eine kleine Klappe, „ist das Funkgerät und das Navi.“ Blaulicht, „Bitte-Folgen-Signale“, Martinshorn - alles führt er einmal vor. Auch heraufsteigen dürfen die Kids der Reihe nach. Und wer nicht so lange warten kann, schaut sich die Polizeiautos, an denen Dieter Herbstmann die Türen geöffnet hat, einmal von innen an.

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