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Feuerwehr brilliert bei Übung

SÜDKIRCHEN Heulende Sirenen in allen drei Ortsteilen riefen am Freitag um 17.05 Uhr die drei Löschzüge auf den Plan. Bei Baustoffe Bücker in Südkirchen brannte es. Doch die Mitglieder der Feuerwehr waren im Vorfeld informiert, denn es handelte sich um die Jahresabschlussprüfung.

von Von Theo Wolters

, 17.12.2007

In einer Halle des Baustoffhandels hatten beim Schweißen Funken größere Mengen Styropor in Brand gesetzt. Der Weg ins Freie war für die Mitarbeiter, gespielt von Jugendlichen aus der Schlossgemeinde, versperrt. Rund zehn Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten beiden Fahrzeuge des Löschzugs Südkirchen an der Einsatzstelle ein. Kurze später folgten drei Fahrzeuge aus Nordkirchen und zwei aus Capelle. Insgesamt waren 55 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr beteiligt.

Aufgaben schnell verteilt

Geleitet wurde die Aktion vom Gemeindebrandmeister Clemens Quante und Thomas Quante, Löschzugführer Südkirchen. Vor Ort verschaffte sich die Wehr zunächst einen Überblick. Schnell wurden die Aufgaben verteilt. Während einige Blauröcke die Schläuche ausrollten und für die Wasserversorgung sorgten, bereiteten sich andere auf die Suche nach den Verletzten in der Halle vor. Von zwei Seiten drangen Feuerwehrmänner, ausgestattet mit Atemschutzgeräten und Lampen, in die Halle ein.

"Verletzte" gut versteckt

Die Verletzten mussten gefunden und geborgen werden. Und so einfach machten es die jugendlichen „Schauspieler“ den erfahrenen Feuerwehrmännern nicht. Denn sie hatten sich gut in der Halle versteckt. Waren sie gefunden, wurden sie zunächst erstversorgt. Auf den Schultern, getragen von zwei Feuerwehrleuten, oder mit Hilfe einer Trage wurden die Verletzten schließlich ins Freie gebracht. Nachdem alle Verletzten geborgen und der Brand gelöscht war, musste die Halle noch nach versteckten Glutnestern abgesucht werden. Einige wurden gefunden und sofort gelöscht. Nach rund einer Stunde war die Übung beendet. Die Schläuche wurden wieder aufgerollt und die Atemschutzgeräte und weiteres Werkzeug in den Fahrzeugen verstaut.  

Gemeinsam fuhren die Feuerwehrmänner zum Gerätehaus Südkirchen, wo es eine kurze Lagekritik gab. „Die Übung ist gut verlaufen“, so Thomas Quante in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Alle Aufgaben seien gut erledigt worden. „Probleme gab es lediglich manchmal mit dem Funk, da alle den selben Kanal eingestellt hatten.“ Das sei aber schnell behoben worden. „Wenn alle Löschzüge gemeinsam im Einsatz sind, müssen wir verschiedene Kanäle nutzen.“ Übungen seien dazu da, damit solche kleineren Probleme im Ernstfall nicht auftreten. „Die Übung hat aber auf jeden Fall gezeigt, dass sich die Bürger auf ihre Feuerwehr verlassen können.“  

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