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Gemeinde will mit dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses noch in diesem Jahr beginnen

Dorfgemeinschaftshaus

Der Baustart des Dorfgemeinschaftshauses neben der Grundschule Capelle rückt näher. Die Gemeinde hat mit dem Ausschreibungsverfahren begonnen. Für das Projekt drängt langsam die Zeit.

Capelle

, 06.09.2018
Gemeinde will mit dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses noch in diesem Jahr beginnen

Neben der Grundschule in Capelle wird bald das Dorfgemeinschaftshaus gebaut. © Karim Laouari

Die Gemeinde Nordkirchen hat mit den Ausschreibungen für das geplante Dorfgemeinschaftshaus in Capelle begonnen. Seit einigen Tagen läuft das Ausschreibungsverfahren, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann auf Anfrage dieser Redaktion bestätigt. „Wir haben am vergangenen Freitag die Baugenehmigung vom Kreis Coesfeld erhalten“, sagt Bergmann. Das sei die Voraussetzung für das Ausschreibungsverfahren, so der Bürgermeister weiter.

Gemeinde hofft auf entspanntere Auftragslage

Die Hoffnung der Gemeinde ist, dass sich die Auftragslage der Handwerksbetriebe im Vergleich zur ersten Jahreshälfte soweit entspannt hat, dass sich einerseits genügend Betriebe an dem Verfahren beteiligen und sich andererseits die Baukosten im Rahmen halten. Letzteres ist beim Dorfgemeinschaftshaus von größter Bedeutung, denn den Kostenrahmen von rund 1,6 Millionen Euro, von denen die Hälfte gefördert wird, muss die Gemeinde unbedingt einhalten. Der Bürgermeister ist zuversichtlich, dass beides klappt. Die Ratsfraktionen, allen voran die UWG, werden genau auf die Kosten achten. Die Unabhängigen Wähler gehörten zu denen, die die finanzielle Belastung für den Nordkirchener Haushalt durch das Dorfgemeinschaftshaus am deutlichsten kritisierten.

„Wir haben genau geguckt, wo wir sparen können“, sagt Bergmann. Fündig geworden sind die Gemeinde und der Capeller Architekt Lothar Steinhoff unter anderem bei der Bauweise des Eingangsbereichs. Statt klassisch gemauert würden die Aufenthaltsräume in Holzständerbauweise gebaut, erklärt Dietmar Bergmann weiter. Qualitativ sei diese Bauweise genauso hochwertig, allerdings sei die Nachfrage dort nicht „so überhitzt“, wie der Bürgermeister sagt – die Preise seien daher niedriger. Das Hauptgebäude werde hingegen weiterhin wie geplant errichtet.

Bürgermeister ist vorsichtig optimistisch

Was die Resonanz auf das Ausschreibungsverfahren angeht, ist Bergmann vorsichtig optimistisch. „Die Ausschreibung läuft natürlich erst seit ein paar Tagen, aber gefühlt ist der Druck bei den Gewerken nicht mehr so groß wie vor den Sommerferien“, so der Bürgermeister. Es seien schon jetzt einige Zuschriften eingegangen.

Zur Erinnerung: In Nordkirchen wollte die Gemeinde eigentlich nach den Sommerferien mit dem Bau einer neuen Sporthalle neben der Gesamtschule beginnen. Nach der ersten Ausschreibungsrunde musste sie den Baustart aber auf das kommende Jahr verschieben: Nur wenige Firmen beteiligten sich an der Ausschreibung und die Angebote, die das Rathaus bekam, hätten insgesamt für eine Kostensteigerung von rund einer halben Million Euro gesorgt. Angesetzt sind für die Sporthalle 1,8 Millionen Euro.

Allerdings lässt sich der Bau des Dorfgemeinschaftshauses nicht ohne Weiteres noch weiter verschieben. Denn die Fördermittel müsse die Gemeinde bald abrufen, so Dietmar Bergmann. Die Haushaltsmittel für das Dorfgemeinschaftshaus hat die Gemeinde bereits in das laufende Haushaltsjahr übertragen. Ein Teil soll jetzt noch in den 2019er-Haushaltsplan verschoben werden. Die Fördermittel kommen zum Großteil aus EU-Töpfen.

Baustart beim Dorfgemeinschaftshaus soll noch in diesem Jahr sein, kündigt der Bürgermeister an.

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