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Gemeinde will sieben Spielplätze schließen

Geringer Bedarf

36 Kinderspielplätze gibt es in der Gemeinde Nordkirchen. Die mehr als doppelt so große Stadt Lüdinghausen hat weniger. Jetzt hat die Gemeindeverwaltung die Spielplatzversorgung unter die Lupe genommen.

NORDKIRCHEN

von Von Matthias Münch

, 18.06.2012

Manche Spielplätze in der Schlossgemeinde sind nur rund 100 Meter voneinander entfernt. Auf der anderen Seite sinken hier die Geburtenzahlen immer weiter, von 151 im Jahr 1997 auf 62 im Jahr 2011. Das sind viele Gründe, um die Spielplatzversorgung einmal unter die Lupe zu nehmen.

Das hat die Verwaltung getan und ein Konzept erarbeitet, das der Ausschuss für Familie, Schule und Sport am vergangenen Dienstag in nicht öffentlicher Sitzung zustimmund zur Kenntnis nahm. Kernpunkte des Konzeptes, das Bürgermeister Dietmar Bergmann und Bauamtsleiter Josef Klaas am Montag vorstellten, sind:

  • Kein Wohnhaus in einer Ortslage soll weiter als 300 Meter von einem Spielplatz entfernt sein.
  • Einige der 36 Spielplätze mit einer Gesamtfläche von rund 27.000 Quadratmetern sind nicht mehr zeitgemäß, können geschlossen und zum Teil vermarktet werden.
  • Aus einem Drittel des Verkaufserlöses sollen die übrigen Kinderspielplätze modernisiert und attraktiver gemacht werden.

Die Analyse auf Grundlage des Konzeptes ergab, das neun Plätze entbehrlich sind. Davon sollen sieben tatsächlich geschlossen werden.

In Nordkirchen sind es die vier Spielplätze Finkenweg, Lerchenweg, Dörfer Kamp und Dahlienweg, in Südkirchen die Spielplätze Wagenfeldstraße III und Ulmenweg sowie in Capelle der Spielplatz Geistkamp. Dies wollen Politik und Verwaltung aber nicht ohne die Familien entscheiden. Mit der Schließung von Spielplätzen spart die Gemeinde bei den Pflegemaßnahmen. Allerdings soll das Konzept nicht ganz schnell, sondern mittelfristig umgesetzt werden. Deshalb rechnet die Verwaltung auch nicht mit kurzfristigen Einnahmen durch Verkaufserlöse. In einigen Fällen müssen auch erst die rechtlichen Voraussetzungen für den Verkauf oder die Umnutzung eines Spielplatzes geschaffen werden.

Bürgerversammlung

Bürgermeister Dietmar Bergmann lädt am Montag, 2. Juli, zu einer Bürgerversammlung um 19 Uhr in die Gesamtschule ein. Dort soll das Konzept diskutiert werden. Die Teilnhemer können Kritik anbringen und Vorschläge zur Gestaltung der Spielplätze machen, die erhalten bleiben. Erst nach dieser Bürgerversammlung geht das Thema wieder in die politischen Gremien. Am Ende wird der Rat entscheiden.
 

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