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Jobwechsel für einen Tag

Integrationstag der Caritaswerkstätten

Der nächste Integrationstag der Caritaswerkstätten Nordkirchen steht an. Menschen mit Behinderung können dann wieder Tagespraktika in unterschiedlichen Betrieben machen. Wie Betriebe teilnehmen können und was es mit dem Integrationstag genau auf sich hat, erklären wir hier.

Nordkirchen

, 09.04.2018
Jobwechsel für einen Tag

Vor zwei Jahren hatte Conny Lünebrink die Möglichkeit, die Arbeit in der Lokalredaktion der Ruhr Nachrichten in Selm kennenzulernen. Theo Wolters zeigte ihr, wie die Arbeit eines Redakteurs aussieht © Karim Laouari

Die Caritaswerkstätten und die Gemeinde Nordkirchen veranstalten am Dienstag, 8. Mai, zum fünften Mal den Integrationstag. Seitdem bekommen Beschäftigte der Caritaswerkstätten einmal im Jahr die Möglichkeit, bei einem Tagespraktikum völlig neue Berufe und Arbeitsplätze kennenzulernen.

20 bis 30 Betriebe dabei

180 Betriebe in Nordkirchen plus Kindertageseinrichtungen schreibt die Gemeinde an, um für den Integrationstag Werbung zu machen, sagt Manuel Lachmann, Wirtschaftsförderer der Gemeinde bei einem Pressegespräch am Montag.

In vielen Fällen muss die Gemeinde keine Werbung mehr machen, geschweige denn Überzeugungsarbeit leisten. Unter den Teilnehmer-Betrieben seien zuletzt viele gewesen, die schon von Beginn an beim Integrationstag mitgemacht haben, sagt Manuel Lachmann. 20 bis 30 Betriebe seien im Schnitt jedes Jahr dabei – im Angebot sind nicht nur Plätze in Handwerksbetrieben, sondern auch viele Büro-Berufe.

Fester Termin bei Caritaswerkstätten

Vor allem bei den Beschäftigten der Caritaswerkstätten ist der Integrationstag schon zum festen Termin geworden, mit dem auch eine spürbare Vorfreude verbunden sei, wie Nicole Vormann, Abteilungsleiterin Integration und Außenarbeitsplätze beim Caritasverband für den Kreis Coesfeld berichtet. Schon Wochen im Voraus würden die Beschäftigten sich erkundigen, ob schon Anmeldungen für den Integrationstag möglich seien. Für Nicole Vormann ist das eine schöne Entwicklung, denn als der Integrationstag noch nicht etabliert war, seien auch die Werkstatt-Beschäftigten noch eher zurückhaltend gewesen. „Mittlerweile trauen sich unsere Beschäftigten da deutlich mehr“, sagt Nicole Vormann.

Skepsis abgelegt


Dasselbe gilt für die Betriebe, die mittlerweile ihre anfängliche Skepsis, ob das Projekt funktionieren kann, weitestgehend abgelegt hätten. Die Resonanz vieler Teilnehmer-Betriebe sei dem Tenor gefolgt: „Wir sind überrascht, wie fit die Beschäftigten der Caritaswerkstätten sind“, berichtet Bürgermeister Dietmar Bergmann.

Wenn die Chemie zwischen dem Tagespraktikanten und dem Betrieb stimmt, steht auch einem längeren Praktikum und im allerbesten Fall auch einer festen Beschäftigung nichts im Weg. Nicole Vormann erklärt, dass die Caritas-Beschäftigten maximal sechswöchige Praktika in anderen Betrieben absolvieren können.

Im Anschluss ließe sich die Arbeit mit einem Außenarbeitsplatz fortsetzen. Die Beschäftigten wären in diesem Fall noch bei den Caritaswerkstätten angestellt, allerdings an die Betriebe „ausgeliehen“, wie Martin Weißenberg, Leiter der Caritaswerkstätten, erklärt. Bislang habe es einen solchen Idealfall als Anschluss an den Integrationstag allerdings noch nicht gegeben, sagt Nicole Vormann. Ausgeschlossen ist es aber nicht. Die nächste Möglichkeit, den Grundstein für eine solche Zusammenarbeit zu legen, besteht wieder am 8. Mai.

So können Betriebe mitmachen:
  • Betriebe, die beim nächsten Integrationstag am Dienstag, 8. Mai, mitmachen, und ein Tagespraktikum anbieten möchten, können sich bis Mittwoch, 25. April, anmelden – entweder bei den Caritaswerkstätten Nordkirchen oder bei der Gemeinde Nordkirchen.
  • Nicole Vormann, Caritas Nordkirchen, Tel. (02596) 91 40, E-Mail: vormann@caritas-coesfeld.de
  • Manuel Lachmann, Gemeinde Nordkirchen, Tel. (02596) 917158, E-Mail: manuel.lachmann@nordkirchen.de
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