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Laser steuerte den Umzug

NORDKIRCHEN Es ist vollbracht. Die Gesellschafter Norbert, Paul und Martin Zumholz atmen auf. Der Umzug ihrer High Tech-Produktionsanlagen ist in Rekordzeit über die Bühne gegangen. Um die technische und logistische Meisterleistung des Umzugs zu würdigen, dreht Geschäftsführer Norbert Zumholz die Uhr um zehn Monate zurück.

von Von Matthias Münch

, 21.12.2007

Februar 2007: Die Entscheidung zum Neubau fällt, weil der Standort in Südkirchen zu klein geworden ist. Die Suche nach einem Grundstück beginnt. Man wird fündig im Gewerbegebiet Aspastraße in Nordkirchen. Die Gemeinde macht den Weg für das Vorhaben frei.

Juni 2007: Die Planungen sind abgeschlossen. Die Baugenehmigung wird erteilt. Der Startschuss zur Errichtung der neuen Halle fällt.

Dezember 2007: Die Halle ist fertig. Der Umzug beginnt. Bis zu 26 Tonnen schwere Maschinen - mehrere Meter hoch und breit - werden in Südkirchen abgebaut. Einige passen so eben durch die Tore. Alles geschieht mit äußerster Sorgfalt, um die Millionen teuren Anlagen nicht zu beschädigen. Die ganze Belegschaft ist unter Hochspannung.

Die schwierigsten Arbeiten führen die Firmenchefs selbst durch. Auf einem Tieflader werden die Maschinen nach Nordkirchen transportiert. Als Zugmaschine dient ein starker Traktor eines landwirtschaftlichen Lohnunternehmens. An der Aspastraße beginnt der anspruchvollste Teil der Arbeit. Zwar ist die Halle viel größer und heller als die in Südkirchen. Doch jetzt müssen die CNC-gesteuerten Anlagen perfekt aufgestellt werden. Die gute alte Wasserwaage wäre dabei ein besseres Steinzeitwerkzeug.

Spezialisten kommen zum Einsatz. Mit Laser vermessen sie die Maschinen punktgenau und dirigieren sie auf ihre Fundamente. Hier wird bald wieder modernstes Gerät für Geothermie-Bohrungen hergestellt. Da kommt es auf Hundertstel Millimeter an. Stehen die Maschinen nicht absolut gerade, dann produzieren sie Ausschuss.

Der schwere Autokran reicht zum Heben der Lasten nicht aus, weil er in der Halle nicht zu voller Höhe ausgefahren werden kann. Also muss die bereits montierte firmeneigene Kranbrücke mithelfen. Einige schweißtreibende Tage und schlaflose Nächte vergehen. Doch nach gut zwei Wochen stehen alle Maschinen an Ort und Stelle: eine vorweihnachtliche Bescherung der besonderen Art. Sogar ein Kunststoff-Tannenbaum mit Lichtern schmückt die neue Halle.

22. Dezember 2007: Der größte Teil des Umzugs ist abgeschlossen. "Die drei Wochen von Anfang des Monats bis jetzt hatten es in sich", erklärt Norbert Zumholz.

2. Januar 2008: Die Produktion soll wieder anrollen.

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