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Nordkirchener Chor St. Mauritius wird 140 Jahre alt

Festgottesdienst

Unter dem Namen „Gemüthlichkeit“ hat Ferdinand König im Jahr 1876 einen Männergesangverein in Nordkirchen gegründet. Heute, stolze 140 Jahre später, singen längst nicht mehr nur die Herren. 28 Frauen und elf Männer gehören dem Kirchenchor St. Mauritius an. Zum Geburtstag gibt es einen großen Festgottesdienst.

NORDKIRCHEN

, 26.10.2016
Nordkirchener Chor St. Mauritius wird 140 Jahre alt

Im Jahr 1926 feierte der Chor, damals ein reiner Männerchor, sein 50-jähriges Jubiläum.

Bei der Gründung des Chores waren es 14 Sänger, die sich „die Pflege des Gesanges als auch der Gemütlichkeit und der Geselligkeit“ auf die Fahnen geschrieben hatten. Auch eine Satzung gab es damals schon: „Wer ohne Entschuldigung die Unterrichtsstunde versäumt, bezahlt eine Ordnungsstrafe von 10 Pfennigen“, heißt es darin.

1893 wurde der Chor, der sich kurzzeitig aufgelöst hatte, neu belebt: Pastor Kerkhoff wandelte ihn in den Kirchenchor „Cäcilia“ um. 1926 feierte dieser Chor sein 50-jähriges Jubiläum.

Anfang der Siebziger Jahre war dann die Zeit für die Frauen gekommen: In der Generalversammlung im Jahr 1969 kam die Gründung einer Frauensinggruppe ins Gespräch, die sich dann auch im selben Sommer formierte. 1974 erfolgte dann die Verschmelzung der Chöre: Der Männerchor und die Frauenchorgruppe schlossen sich nur zwei Jahre vor dem 100-jährigen Jubiläum zusammen.

Chor benötigt noch Männerstimmen

Heute sind es vor allem Männerstimmen, die dem Chor fehlen. „Wir würden uns sehr freuen, wenn jemand mitsingen möchte“, erklärte Teamsprecherin Roswitha Sommerfeld am Dienstag. Sie selbst ist vor fünf Jahren beim Kirchenchor St. Mauritius eingestiegen. „Eigentlich war es damals nur ein Musikprojekt. Aber es hat uns gefallen, wir sind sehr gut aufgenommen worden“, erinnert sie sich.

Die Zeiten haben sich geändert: Aus der „Unterrichtsstunde“, wie es in der Chronik noch heißt, ist die Chorprobe geworden. Ordnungsstrafen für versäumte Proben gibt es natürlich längst nicht mehr. Und der Leiter des Chores hat auch noch nicht das Alter eines pensionierten Lehrers: Kantor Tobias Leschke ist gerade einmal 25 Jahre alt. Seit einem halben Jahr musiziert er mit dem Chor.

Pastoralmesse von Ignaz Reimann zum Jubiläum

Im Repertoire haben die Sängerinnen und Sänger regelmäßig moderne Werke. Besonders beliebt bei den Chormitgliedern sind postmoderne Stücke mit Jazz-Anklängen wie zum Beispiel die des englischen Komponisten und Chorleiters John Rutter.

Trotzdem wird es zum 140. „Geburtstag“ ganz klassisch: Beim Festgottesdienst am 19. November singt der Chor die Pastoralmesse von Ignaz Reimann. Es ist ein bekanntes Werk. „Die Messe ist eine Herausforderung“, weiß Leschke. Dafür proben alle auch intensiv. „Wir hatten jetzt zum ersten Mal einen Probensamstag. Eine Veranstaltung, die uns allen richtig Spaß gemacht hat.“ 

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