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Proteste gegen große Windräder

CAPELLE Erhebliche Brisanz steckt in der Sitzung des Bauausschusses morgen (15.) im Nordkirchener Bürgerhaus. Es geht um das „Windvorranggebiet Beifang/Osterbauerschaft“ in Capelle. Dort sind bisher Windkraftanlagen bis zu einer Höhe von 100 m (Rotorspitze) erlaubt. Nun möchten mehrere Landwirte auf ihren Flächen dort aber deutlich größere Anlagen mit einer Höhe von 150 m bauen.

von Von Matthias Münch

, 13.11.2007

Sie haben einen entsprechenden Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes gestellt. Diese neuen Pläne haben nun verschiedene Nachbarn auf den Plan gerufen, die sich vehement dagegen wehren. Sie haben Flugblätter verteilt, Unterschriften gesammelt und an allen Capeller Eingangsstraßen Transparente aufgestellt.

Interessengemeinschaft gegründet

Ihre Argumente gegen die großen Windräder: Belästigung durch ständige Beleuchtung, Schattenwurf und Dauergeräusche sowie Verschandelung der Landschaft und Wertverlust der Grundstücke. Sie haben eine Interessengemeinschaft (IG) gegründet mit den Anwohnern Josef Reckmann, Berni Hols und Bernd Müller als Sprecher.

Josef Reckmann wohnt an der Sandstraße, 350 m von einem der geplanten Standorte entfernt. „Nur durch Zufall habe ich von den Plänen erfahren, als ein Gutachter Ende Oktober über unseren Acker lief“, sagt Reckmann. Er habe darauf hin mit vielen Bürgern gesprochen: „Keiner wusste Bescheid.“

Öffentlickeit herstellen

Die IG akzeptiert die bestehende Rechtslage in dem Windvorranggebiet. Aber über die Art und Weise, wie die Änderung erfolgen soll, ist sie empört. Bernd Müller: „Was ist das für ein Demokratieverständnis, dass so etwas ohne Öffentlichkeit durchgepeitscht werden soll.

Warum haben uns weder die Investoren noch die Verwaltung rechtzeitig über die Planungen informiert?“ Diese Öffentlichkeit will die IG jetzt herstellen und bittet möglichst viele Bürger in die Sitzung des Bauausschusses zu kommen, die morgen um 17.30 Uhr beginnt

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