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SV Südkirchens Trainer Kallwey ist zurückgetreten

Fußball: Kreisliga B

Überraschend hat Christian Kallwey sein Traineramt beim Fußball-B-Ligisten SV Südkirchen aus persönlichen Gründen niedergelegt. Sportliche Gründe habe der Rücktritt beim Tabellenachten nicht - er sei ausgebrannt, sagte der Ex-Trainer, der eine Rückkehr aber nicht ausschließt.

SÜDKIRCHEN

, 05.10.2016
SV Südkirchens Trainer Kallwey ist zurückgetreten

Christian Kallwey (r.) übergibt an seinen Co-Trainer Felix Windmeier (l.), der mit Kapitän Jens Kalender ab sofort das Sagen beim B-Ligisten SV Südkirchen hat.

Akku leer, ausgepowert, einfach platt – „ich konnte nicht mehr abschalten und habe viele Dinge mit nach Hause genommen“, sagte Christian Kallwey auf Anfrage, nachdem der Verein am Dienstagmorgen, 4. Oktober, eine Pressemitteilung herausgegeben hatte.

„Extrem gemerkt habe ich es im Urlaub. Es war für mich ein Warnsignal, dass ich mich zurücknehmen muss“, sagte Kallwey, der nach einem Handgelenksbruch am Freitag operiert worden war. Die Entscheidung über seinen Rücktritt stehe unabhängig davon seit vergangener Woche.

Schon beim 4:2-Sieg beim TuS Ascheberg II am Montag haben Felix Windmeier und Kapitän Jens Kalender die Mannschaft betreut. Felix Windmeier (26) holten die Ereignisse ein. „Wir stehen zwar in engem Kontakt, weswegen es kein Problem ist, aber ich hatte gehofft, dass er bleibt“, sagte er.

„Beide sollen bis zum Winter die Mannschaft interimsmäßig betreuen“, sagte Franz-Josef Dornhege, Sportlicher Leiter der Südkirchener, gestern. „Wir sind erstmal nicht auf Trainersuche“, so Dornhege, der sich langfristig aber lieber einen Trainer wünscht, der selbst nicht spielt. Windmeier und Kalender sind selbst Aktive in der Mannschaft. „Sie haben hundertprozentig unser Vertrauen“, sagte Dornhege.

Kallwey hatte die Mannschaft im Juni 2015 von Bernd Schawohl übernommen, konnte den Rückzug nach personellem Aderlass und den damit verbundenen Abstieg in die B-Liga aber nicht verhindern. Danach war Kallwey am Neuaufbau beteiligt. „Er hatte quasi aus dem Nichts eine Mannschaft geformt, hatte dazu viele Gespräche erfolgreich mit Spielern geführt“, heißt es in der Vereinsmitteilung.

Sein Einsatz sei über das normale Maß eines Trainerjobs hinausgegangen. „Er hat viel Zeit investiert und viel richtig gemacht“, sagte Dornhege. Deswegen sei der Verein geschockt gewesen, als Kallwey die Verantwortlichen vom Rücktritt informierte.

„Wir würden ihn sofort zurücknehmen, egal, auf welcher Position. Zur Not schaffen wir einen Posten“, sagte Dornhege. Auch Kallwey schloss eine Rückkehr nicht kategorisch aus, will sich aber Zeit lassen. Bei den Alten Herren spielt der 33-Jährige weiter.

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