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Venneker: Bürgermeister wäre pro Bürgerinitiative

Umsiedlung des Viehbetriebs

Gründet sich am Mittwochabend eine Bürgerinitiative gegen die Ansiedlung der Venneker-Viehhandlung am nördlichen Rand Nordkirchens? Die Gemeinde begrüßt diesen möglichen Schritt der Anwohner, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann sagt. Das sind seine Gründe.

NORDKIRCHEN

, 26.11.2014

"Wir begrüßen bürgerschaftliches Engagement bei allen Themen", so Bergmann auf Anfrage unserer Redaktion. "Wir sind als Verwaltung transparent und wollen ein offenes Verfahren mit einer breiten Bürgerbeteiligung", sagt er. Gutachter für Bürgersorgen beauftragt In der Tat: Ende April stellte die Gemeinde zusammen mit Albert Venneker, dem Chef der Firma, die Ideen und die erste Grobplanung in einer Infoveranstaltung vor. 300 Menschen kamen damals ins Forum der Gesamtschule, der Saal war richtig gut gefüllt. Die Bedenken, die dort vorgetragen wurden, nahm die Gemeinde mit in den weiteren Prozess: Sie beauftragte einen Gutachter, die Bedenken der Anwohner in die Prüfung mit aufzunehmen.  Auch mit dem Gesundheitsamt des Kreises Coesfeld habe die Gemeindeverwaltung schon gesprochen. "Obwohl wir zu dem Zeitpunkt noch gar nicht in einem richtigen Planungsverfahren waren", erklärt Bergmann. "Wer nun Bürgerbeteiligung so konkretisieren will wie Frau Lichte, der kann sich sicher sein, dass wir das befürworten." Bürgerinitiative soll Meinungen bündeln Iris Lichte möchte am Mittwochabend bei einer von ihr einberufenen Versammlung von Anwohnern und interessierten Bürgern die Sorgen und Skepsis sammeln, bündeln und dann möglicherweise auch eine Bürgerinitiative gründen. Diese habe mehr Gewicht als Einzelmeinungen von besorgten Anwohnern.  Skepsis, so Bürgermeister Bergmann, gebe es bei jedem Planungsverfahren. "Wir müssen die Sorgen ernst nehmen und die Fragen beantworten - das ist legitim." So steht schon am 3. Dezember, wenn die Gemeinde die nächste Infoveranstaltung für alle Bürger einberufen hat, vielleicht eine Bürgerinitiative als Bedenkenträger auf. Zentraler Tagesordnungspunkt soll dann das Gutachten sein. Nach Informationen unserer Redaktion gehen daraus keine Gesundheitsbedenken hervor. Thema wird kontrovers diskutiert Bei Facebook in der Gruppe "Du bist Nordkirchener, wenn…" wird der Vorstoß von Iris Lichte schon diskutiert. Ein Nutzer fragt, was mit Leuten sei, die für die Umsiedlung des Betriebes auf diese Fläche sei. Eine andere Diskutantin schreibt zynisch: "Alle schreien NEIN. Aber schön ein fettes Schnitzel essen wollen. Daumen hoch!" Und ein anderer, ebenfalls ironisch: "Arbeitsplätze… brauchen wir nicht in Nordkirchen. Gewerbesteuer… brauchen wir nicht in Nordkirchen."

Vor-Treffen für interessierte Bürger
Vor der offiziellen Info-Veranstaltung am 3. Dezember um 19 Uhr im Forum der Gesamtschule (Am Gorbach) treffen sich interessierte Bürger am Mittwoch, 26. November, um 20 Uhr in der Gaststätte Domhof. Dann kann auch über die Gründung einer Bürgerinitiative gesprochen werden.

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