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Katholische Büchereien bieten mehr als nur Bücher

Büchereien als Treffpunkte

Die katholischen Büchereien sind nicht nur für Leseratten Anlaufstellen. Das Kreisdekanat Coesfeld erkennt zurzeit einen Trend bei den Büchereien, der sich auch in Nordkirchen zeigt.

Nordkirchen

29.05.2018
Katholische Büchereien bieten mehr als nur Bücher

Bücher – vor allem für Kinder, aber auch viele Romane – sind das Herzstück der öffentlichen Büchereien im Kreisdekanat Coesfeld. Wie hier in der KÖB Südkirchen haben die Büchereien aber mittlerweile auch noch viele weitere Angebote für ihre Nutzer. © Foto: Karim Laouari

Die Katholischen öffentlichen Büchereien (KÖB) sind aus dem Leben der Kirchengemeinden nicht mehr wegzudenken. Im Kreisdekanat Coesfeld engagieren sich 616 zumeist ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in insgesamt 40 Büchereien. 36 Ausleihstellen gibt es in den Pfarreien, jeweils eine Bibliothek im Krankenhaus (Marienhospital Lünen), eine im Altenheim (Heilig-Geist-Stiftung Dülmen) und zwei in Einrichtungen der Behindertenhilfe (Stift Tilbeck in Havixbeck, Anna-Katharinenstift in Dülmen-Karthaus).

13.314 Nutzer kreisweit

Für ihre 13.314 Nutzer halten die Büchereien 176.490 Medien vor. 440.510 Ausleihen zählten die Verantwortlichen im Kreisdekanat im vergangenen Jahr während ihrer 9.759 Öffnungsstunden. Bei rund 4000 ausgeliehenen Medien liegt die KÖB in Südkirchen zurzeit. Dort können die Nutzer zurzeit aus insgesamt rund 2700 Medien wählen.

Neben der Ausleihe schätzen aber auch die kreisweit insgesamt 208.370 Besucher die 986 Veranstaltungen, die in den Büchereien stattfinden. Das Angebot ist breit gefächert und reicht von Krimiabenden, Ausstellungen, Lesungen bis hin zur Medienerziehung. Seit einigen Jahren bietet die KÖB St. Mauritius in Nordkirchen beispielsweise den „Führerschein fürs Buchausleiehen“ – Bibfit – für Kinder im Kindergartenalter an. Diese fand zuletzt im April statt. Zwölf Kinder aus dem Mauritius-Kindergarten nahmen daran teil.

Treffpunkte im Ort

Genau diese zusätzlichen Angebote zeichnen die Büchereiarbeit heute aus, weiß Claudia Herbstmann von der Fachstelle im Bistum Münster: „Büchereien sind lebendige Treffpunkte innerhalb der Pfarreien, die vielerorts gerade Kindern einen ersten wohnortnahen Zugang zu Medien ermöglichen.“ Aber auch viele ältere, nicht mehr so mobile Menschen schätzten die Atmosphäre in einer katholischen Bücherei. Das kann Sabine Erdmann, ehrenamtliche Leiterin der KÖB in Südkirchen bestätigen: Im Gespräch mit der Redaktion sagt sie, dass der Anteil der Generation 60 Plus zunehme.

In den meisten Einrichtungen arbeiten Ehrenamtliche, lobt Claudia Herbstmann deren engagierten und kompetenten Einsatz: „Neben den reinen Ausleihzeiten leisten sie durch ihr Veranstaltungsangebot einen wichtigen Beitrag zur Leseförderung und Medienerziehung.“ Vielfach gebe es vor Ort Kooperationen mit Kindergärten und Migrationsorganisationen.

Mehr Veranstaltungen

Was die künftige Büchereiarbeit angeht, erkennt die Fachfrau einen Trend: „Mehr Mitarbeiter, mehr Leser, mehr Veranstaltungen.“ Die Zahlen, erläutert Claudia Herbstmann, zeigten, dass Büchereien so Verbindungen zwischen Menschen fördern. Sie seien Anlaufstellen für Gemeindemitglieder und Kirchenferne: „In unseren Büchereien kann man Medien leihen, ins Gespräch kommen und den Wissenshorizont erweitern.“

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