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Reise in Nordkirchens Partnergemeinde

Nordkirchenerin hilft bei Ärzten in Sambia

Nordkirchen. Corinna Teppper, Medizinstudentin aus Nordkirchen, ist für ein paar Wochen nach Sambia gereist, um in einem Krankenhaus zu helfen. Sie kam mit einigen Vorurteilen, erzählt sie hinterher, und ging mit vielen neuen Erfahrungen.

Nordkirchenerin hilft bei Ärzten in Sambia

Corinna Tepper durfte in Sambia sogar bei den Operationen helfen. Foto: Foto: Corinna Tepper

Die Rate der HIV-Infektionen liegt bei ungefähr 13 Prozent, Typhus-Erkrankungen stehen auf der Tagesordnung, es gab sogar einen Tollwut-Fall. Corinna Tepper, 24 Jahr alt, aus Nordkirchen, Medizinstudentin im zehnten Semester, hat Dinge erlebt, die ihre Kommilitonen sonst nur aus dem Lehrbuch kennen. Im September und Oktober half sie als Assistenzärztin in einem Krankenhaus in der Nähe der Großstadt Ndola in Sambia. Tepper hat helle blaue Augen, im Gespräch blickt sie ihr Gegenüber selbstbewusst an, lächelt freundlich. Ihre langen blonden Haare hat sie zu einem Pferdeschwanz zurückgebunden. Sie ist kompetent, sie weiß, was sie tut.

Die Medizinstudentin erzählt, dass sie mit Vorurteilen nach Sambia gefahren sei. „Hinterher habe ich mich gefragt, warum überhaupt“, sagt sie. Denn die Ärzte seien dort super ausgebildet. „Ich habe definitiv viel gelernt von den Kollegen vor Ort“, sagt die 24-jährige Medizinstudentin. Vielleicht auch, weil sie mit anpacken durfte. Tepper stand mit im Operationssaal, fuhr raus in die Dörfer und verteilte Medikamente.

Als großes Abenteuer allein wollte Tepper ihre Reise nicht verstehen. „Ich bin auch etwas gereist und habe viel von der Umgebung zu Gesicht bekommen, klar. Aber ich wollte auch vor Ort etwas bewirken und für meinen Beruf etwas mitnehmen“, sagt sie.

Keine Krankenversicherung

Eine Krankenversicherung wie hier in Deutschland gibt es in Sambia nicht. „Die Patienten werden vor der Behandlung auf die Kosten hingewiesen. Ein Röntgenbild etwas kostet 1,50 Euro, ein Ultraschall kostet 2 Euro. Damit will die Klinik die Kosten decken“, erklärt Tepper. Gewinnorientiert seien die Krankenhäuser dabei nicht.


Tepper spricht von einer guten Versorgung. „Die Medikamente sind kostenlos und werden durch Spenden finanziert – das hat mich überrascht. „Offiziell stellt der Staat die Medikamente bereit, ein paar sind aber definitiv von der Bill-Gates-Stiftung zu Verfügung gestellt – wie genau sich das zusammensetzt, habe ich leider nicht herausfinden können“, sagt Tepper.

Langjährige Partnerschaft mit Gemeinde


Dafür konnte sie während ihres Aufenthalts in Ndola feststellen, wie die Spenden aus Nordkirchen genutzt werden. Dadurch kam der Kontakt nämlich zustande. Reinhard Niehues engagiert sich seit Jahren in der Gemeinde St. Mauritius. Mit Ndola besteht eine Partnerschaft, Niehues war selbst schon dort. „Ich fand es sehr gut, dass sich Corinna für Sambia entschieden hat. Dadurch konnten wir mal sehen vor Ort, was noch fehlt und was wir bewirken“, sagt er. Tepper ergänzt: „Ein EKG-Gerät fehlt noch in der Klinik die komplette Einrichtung für eine Intensivstation.“

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