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Note "sehr gut" für Christel Humme

Bürgernähe

Beantworten die Bundestagsabgeordneten ihre Bürgeranfragen? - Die Seite Abgeordetenwatch.de veröffentlichte jetzt aktuelle Zahlen. Dabei schnitten die Wittener Bundestagsabgeordneten Christel Humme (SPD) und Dr. Ralf Brauksiepe (CDU) sehr unterschiedlich ab.

WITTEN

von Von Susanne Linka

, 18.08.2010

Sehr gut und mangelhaft – auf der Schulnotenskala, haben die beiden Wittener Bundestagsabgeordneten Christel Humme (SPD) und Dr. Ralf Brauksiepe (CDU) sehr unterschiedlich abgeschnitten, was ihren Fleiß zur Beantwortung von Bürgeranfragen auf Abgeordetenwatch.de angeht. Das geht aus der Gesamtbilanz aller beteiligten Abgeordneten hervor, die der Internetanbieter jetzt veröffentlich hat.

Demnach sind beide Wittener Abgeordneten bis zum Stichtag 1. Juli nicht gerade mit Anfragen überschüttet worden. Christel Humme erhielt neun Anfragen. Sie hat sie alle brav beantwortet, was sich folgerichtig für die Sozialdemokratin in der Note „sehr gut“ niederschlägt. Dr. Ralf Brauksiepe allerdings bekam zwölf Bürgeranfragen, hat aber nur drei davon beantwortet – ein glattes „mangelhaft“ mit einer Antwortquote von nur 25 Prozent.

Mit ihren Einstufungen von Abgeordnetenwatch befinden sich die beiden Wittener jeweils in prominenter Gesellschaft: Heidemarie Wieczorek-Zeul von der SPD beantwortetet nur eine von gerade einmal drei Anfragen. Dafür kassierte auch sie ein „mangelhaft“. Auch die Minister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Ursula von der Leyen (CDU) brachten es nur auf eine Fünf. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) schneidet sogar mit „ungenügend“ ab. Mit 88 Anfragen und keiner einzigen Antwort führt sie die Negativ-Hitliste an. Auch Peer Steinbrück (SPD), Norbert Lammert (CDU) und Volker Kauder (CDU) haben es fertig gebracht, auf keine ihrer Bürgeranfragen zu reagieren.

Stolze 275 mal gab es für die Bundestagsabgeordneten allerdings auch die Traumnote „sehr gut“. Dass Amt und Würden die Politiker nicht unbedingt von einer regen Kommunikation mit den Bürgern abhalten müssen, beweist Ministerin Annette Schavan, die auch zu dieser Spitzengruppe zählt.