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Notfall-Erlebnis kann Psychotherapie erfordern

Berlin/Liebenburg (dpa/tmn) Opfer von Naturkatastrophen, Unfällen oder Gewaltverbrechen sind häufig traumatisiert. Das kann zu andauernden psychischen Problemen führen - auch dann, wenn jemand äußerlich unverletzt geblieben ist oder das Geschehen nur beobachtet hat.

Halten die seelischen Beschwerden länger als vier Wochen an, rät die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin zu einer psychotherapeutischen Behandlung.

«In eindringlichen Bildern, Gedanken und Flashback-Episoden erleben Betroffene das Ereignis noch einmal», sagt Frank-Gerald Pajonk von der DGPPN. «Es kann zu einer Vermeidung von Gedanken, Personen und Orten kommen, die mit dem Trauma verbunden werden.» Daneben treten häufig Schlafschwierigkeiten, Konzentrationsprobleme und ausgeprägte Schreckreaktionen auf.

Solche posttraumatischen Belastungsstörung können meist ambulant mit Medikamenten und einer Psychotherapie behandelt werden. «Durch kognitive Verhaltenstherapie kann die Angst des Betroffenen abgemildert werden», erläutert Pajonk, der Chefarzt einer Privat-Nerven-Klinik im niedersächsischen Liebenburg ist. Der Patient lerne, seine Panikgefühle zu kontrollieren.

Schätzungen zufolge entwickeln etwa 8 Prozent der Menschen in Deutschland in ihrem Leben eine posttraumatische Belastungsstörung. Bei Risikoberufsgruppen wie Rettungskräften und Polizei kann die Gefährdung bis zu 40 Prozent betragen.

Informationen zu Nerven und Psyche: www.psychiater-im-netz.de

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