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Notizen vom 13. Bundesliga-Spieltag

Hamburg (dpa) Interessante, amüsante und wissenwerte Notizen zu den Spielen vom 13. Bundesliga-Spieltag:

Notizen vom 13. Bundesliga-Spieltag

Hoffenheims Mannschaft posiert vor dem Spiel gegen Wolfsburg mit dem Trikot «Ein Herz für Kinder».

DOPPEL-WERBUNG:Zum ersten Mal in der Bundesliga warben zwei Gegner für «Ein Herz für Kinder» auf ihrem Trikot - 1899 Hoffenheim und der VfL Wolfsburg. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Wohltätigkeitsorganisation und einer Spendenaktion verzichtete beim Aufsteiger der etatmäßige Trikotsponsor «tv Digital» auf sein Erscheinen. Wolfsburgs Profis tragen das Herz-Logo die ganze Saison.

ENTSPANNT:Jürgen Klopp war die Ruhe selbst. Anders als nach dem Spiel in Hamburg, wo er in der Vorwoche den Schiedsrichter bestürmte, hielt er sich am Samstag betont zurück. Nicht nur die 12 000 Euro Geldstrafe, auch die öffentliche Diskussion über sein mitunter überschäumendes Temperament sorgte für den Sinneswandel beim BVB- Coach. Angesichts des klaren 4:0-Sieges über Eintracht Frankfurt fiel es leicht, die guten Vorsätze umzusetzen. Doch auch ohne den Erfolg wäre er nach eigener Einschätzung nicht gefährdet gewesen: «Heute hätte passieren können, was will», sagte Klopp grinsend.

FLUCH:Für Trainer Friedhelm Funkel ist das Dortmunder Stadion ein verwunschener Ort. Zwar kann der 54 Jahre alte Trainer von Eintracht Frankfurt auf viele Karriere-Erfolge zurückblicken, nicht aber auf einen Sieg im Deutschlands größtem Bundesliga-Stadion. Bei nunmehr 23 Versuchen als Spieler und Trainer gab es in Dortmund wenig zu feiern. Die ernüchternde Bilanz: 17 Niederlagen und sechs Unentschieden.

DUELL:In Leverkusen trafen in Bayer-Keeper René Adler und Manuel Neuer von Schalke 04 zwei Rivalen im Kampf um die Nummer 1 in der deutschen Nationalmannschaft aufeinander. Neuer zeigte bei der 1:2- Niederlage gegen den Spitzenreiter einige Glanzparaden und war bei beiden Gegentoren machtlos. Adler wurde nicht so häufig geprüft, konnte sich daher kaum auszeichnen. Allerdings zeigte er kleine Unsicherheiten beim Herauslaufen. Wirklich aussagekräftig war das Duell allerdings nicht.

PUBLIKUMSMAGNET:Ausgerechnet der Tabellenvorletzte Arminia Bielefeld erwies sich als Kassenschlager in Stuttgart. 52 000 Fans strömten ins Stadion, darunter 12 500 Nachwuchskicker aus dem Ländle. Der VfB hatte diese zum bereits traditionellen Tag des Jugendfußballs eingeladen. Für die fade Null-Nummer wurden die Kids durch eine rote Wurst, ein Getränk und einen Fan-Artikel einigermaßen entschädigt.

CLUB 100:Michael Bradley Treffer zum 2:2 gegen den FC Bayern war der 100. Torerfolg für Borussia Mönchengladbach gegen den alten Rivalen aus München. Damit ist die Borussia erst der vierte Club, der in der Bundesliga-Geschichte mindestens 100 Tore gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister erzielen konnte. Außerdem schafften dies bisher noch der 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt und Werder Bremen.

AUSZEIT:Mäzen und Milliardär Dietmar Hopp kann seinen Club 1899 Hoffenheim in nächster Zeit nur aus der Ferne beobachten. Er brach zu einer längeren Reise nach Florida und Südafrika auf und wird so die Bundesliga-Spiele des Neulings in Köln, gegen Bielefeld und auch beim FC Bayern München verpassen. Allerdings: Für den Hit beim Rekordmeister hat er sich noch eine Hintertür offengehalten.

UHR:Nach dem 1:2 bei Hertha BSC wollte HSV-Coach Martin Jol nicht zu einer generellen Schiedsrichter-Schelte ansetzen und flüchtete sich stattdessen in Sarkasmus, als er sich über die seiner Meinung nach zu kurze Nachspielzeit mokierte. Vielleicht habe er eine zu billige Uhr und Referee Kinhöfer mit Sicherheit eine bessere, meinte der Niederländer mit Blick auf seine sicher nicht billige Armbanduhr.

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