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Nürnberg startet mit Zittersieg - Ingolstadt vorn

München (dpa) Der 1. FC Nürnberg hat mit einem erfolgreichen Saisonstart in der 2. Fußball-Bundesliga das Unternehmen «direkter Wiederaufstieg» in Angriff genommen.

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Die Spieler des 1. FC Nürnberg freuen sich über den 2:1-Sieg gegen den FC Augsburg.

Christopher Reinhard (r) vom FC Ingolstadt trennt den Fürther Sami Allagui vom Ball.

Der Ahlener Manuel Bölstler (l) wird beim Kampf um den Ball vom Frankfurter Sead Mehic fortgeschoben.

Nürnbergs Jose Goncalves (r) springt im Zweikampf mit dem Augsburger Sandor Torghelle zum Ball.

Der Münchner Benjamin Lauth (l) im Ballbesitz behauptet sich gegen den Freiburger Pavel Krmas.

Der neue Mainzer Trainer Jörn Andersen regt sich nach einem Gegentor auf.

Florian Bruns (m) von St. Pauli jubelt nach seinem Treffer.

Der Aachener Benjamin Auer bejubelt sein Tor zur 1:0-Führung.

Am ersten Spieltag der 35. Spielzeit bot der «Club» mit dem glanzlosen 2:1-Zittersieg gegen den FC Augsburg allerdings keine erstklassige Leistung. «Bei uns gibt es noch vieles zu verbessern. Aber es war ganz wichtig, mit den drei Punkten in die Saison zu starten», stellte FCN-Trainer Thomas von Heesen erleichtert fest. Auch Torjäger Marek Mintal atmete nach dem glücklichen Auftakt tief durch: «Die zweite Liga ist nicht so einfach. Das Positivste ist: Wir haben drei Punkte.»«

Auch Mit-Favorit SC Freiburg sammelte mit dem 2:1 gegen den TSV 1860 München die ersten drei Punkte auf dem Weg ins Oberhaus. Die große Überraschung landete Aufsteiger FC Ingolstadt, der mit dem 3:2 über die SpVgg Greuther Fürth an die Tabellenspitze stürmte. «Das gibt der Mannschaft Selbstvertrauen», sagte FC-Trainer Thorsten Fink nach dem furiosen Auftakt. «Ein Traum ist in Erfüllung gegangen», jubelte Torwart Michael Lutz nach seinem starken Profidebüt. In der 14. Minute hatte er einen Foulelfmeter von Ivo Ilicevic pariert.

Dank des Siegtreffers von René Müller feierte auch Rot-Weiss Ahlen beim 2:1 im Aufsteiger-Duell mit dem FSV Frankfurt ein erfolgreiches Zweitliga-Debüt, während Neuling Rot-Weiß Oberhausen mit dem 0:3 bei TuS Koblenz einen Fehlstart hinlegte. Das Duell der Ex-Bundesligisten zwischen dem MSV Duisburg und Hansa Rostock schließt am Montag den ersten Spieltag ab.

Bereits am Freitag büßte Mitfavorit FSV Mainz 05 im ersten Punktspiel nach der Ära von Trainer Jürgen Klopp zwei Punkte ein. «Wenn man 3:0 führt, muss man gewinnen», wetterte Klopps Nachfolger Jörn Andersen nach dem 3:3 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Dem FC St. Pauli gab beim 2:2 gegen den VfL Osnabrück trotz 2:0-Führung einen Punkt ab, während Alemannia Aachen mit dem 2:1 gegen den SV Wehen Wiesbaden den ersten Auftaktsieg seit neun Jahren feierte.

Mit viel Mühe und ohne großen Glanz startete Nürnberg nach vier Jahren Bundesliga vor erstklassiger Kulisse in die 2. Liga. Der Ghanaer Isaac Boakye (21.), der erst am vorigen Mittwoch vom VfL Wolfsburg verpflichtet wurde, und Javier Pinola (52./Foulelfmeter) erzielten vor 39 700 Zuschauer die Tore für den «Club». Für die starken Augsburger reichte es nur zum Tor durch Sandor Torghelle (54.). Für FCA-Torwart Sven Neuhaus war das Derby nach 24 Minuten beendet. Nach einem Zusammenprall mit seinem Verteidiger Ingo Hertzsch musste er mit Gehirnerschütterung und einer Platzwunde durch den Weißrussen Wassili Chomutowski ersetzt werden.

Die Münchner «Löwen» bot eine kämpferisch starke Leistung, kassierten aber durch das Eigentors von Mate Ghwinianidse (65.) eine bittere Niederlage. Vor 17 000 Zuschauern hatte 1860-Hoffnungsträger Benny Lauth (31.) die Führung der Freiburger durch Ali Günes (28.) ausgeglichen. «Ich bin sehr enttäuscht, dass wir mit leeren Händen nach Hause fahren», sagte der frühere Nationalspieler.

Im ersten Zweitligaspiel seit 1981 feierte Ingolstadt einen Auftakt nach Maß, während die Aufstiegsambitionen von Fürths Trainer- Rückkehrer Benno Möhlmann einen ersten Dämpfer erhielten. Nach Fürths Führung durch Stefan Reisinger (27.) machten Valdet Rama (44.), Daniel Felgenhauer (45.+1/Eigentor) und Ersin Demir (49.) die Überraschung perfekt. Die Franken konnten nur noch durch Sami Allagui (90.) verkürzen.

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