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Nummer 1? - Ter Stegen bleibt zurückhaltend

Düsseldorf. Beim großen FC Barcelona ist Marc-André ter Stegen unumstrittener Stammkeeper. Und auch im Nationalteam arbeitet sich der ehemalige Gladbacher nach Anfangsproblemen nach oben. Wenn Kapitän Neuer doch nicht fit wird, kann er sogar bei der WM die Nummer 1 sein.

Nummer 1? - Ter Stegen bleibt zurückhaltend

Bundestrainer Joachim Löw bereitet sein Team auf das Testspiel gegen Spanien vor. Foto: Federico Gambarini

Marc-André ter Stegen ließ sich nicht locken. Nicht einmal kam das Wort von der „Nummer 1“ aus seinem Mund.

Über eine mögliche Rolle als Stammtorhüter der Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in Russland wollte sich der gebürtige Mönchengladbacher am Tag vor dem Testländerspiel gegen Spanien in Düsseldorf nicht äußern. „Ich bin nur konzentriert auf das, was jetzt passiert“, sagte er.

Stattdessen schickte der 25-Jährige beste Genesungswünsche nach München zu DFB-Kapitän Manuel Neuer, der nach einem dritten Mittelfußbruch weiterhin nur ein individuelles Aufbauprogramm absolvieren kann. Wann der Münchner Welttorhüter wieder ins Teamtraining einsteigen und Wettkämpfe bestreiten kann, ist offen.

„Ich weiß nicht, wie es um ihn steht. Nichtsdestotrotz wünschen wir ihm alle die Gesundheit, die er benötigt, damit es dazu reicht, rechtzeitig fit zu werden“, sagte ter Stegen zu Weltmeister Neuer, der laut Bundestrainer Joachim Löw derzeit wieder bei 90 Prozent seiner Leistungsfähigkeit angekommen ist. „Ich habe absoluten Respekt, was er gezeigt hat für Deutschland. Das muss man neidlos anerkennen, dass er einen guten Job gemacht hat“, ergänzte der Stammtorhüter des FC Barcelona.

Ter Stegen weiß jedoch, dass mit jeder Woche, die Neuer weiter für die Gesundung benötigt, seine Bedeutung im Nationalteam wächst. Im großen WM-Test gegen die ihm gut bekannten Spanier bekommt der Barca-Keeper am Freitag das Vertrauen von Löw. Auch der Bundestrainer muss sich immer mehr mit der Variante beschäftigen, dass er mit einer neuen Nummer 1 das Unternehmen Titelverteidigung angehen muss, obwohl er am Donnerstag betonte: „Manuel liegt absolut im Fahrplan.“ Doch Unwägbarkeiten bleiben.

Beim großen FC Barcelona, zu dem er 2014 aus Gladbach für zwölf Millionen Euro wechselte, und auch im Nationalteam musste der junge ter Stegen zunächst Lehrgeld zahlen. „Die ersten Spiele waren durchwachsen, er hat einige Fehler begangen“, erinnerte Löw an den Nationalmannschafts-Einstand 2012 gegen die Schweiz: 3:5. In seinen ersten drei Länderspielen kassierte ter Stegen zwölf Tore.

Bei Barca durfte er als Nummer zwei zunächst nur im Pokal und in der Champions League ran, die allerdings gewann er gleich. „Aus der Zeit habe ich sicher gelernt. Es war nicht ganz einfach. Trotzdem habe ich Spiele gemacht und Erfahrungen gesammelt auf höchstem Niveau. Jetzt ist die Situation deutlich besser“, sagte der 1,87 Meter große Torwart.

Beim FC Barcelona ist ter Stegen inzwischen unumstrittene Stammkraft. Er bestritt in dieser Saison alle 29 Ligaspiele und kassierte nur 13 Tore. Und auch im DFB-Team hat er sich „in den letzten zwei, drei Jahren sehr gut entwickelt“, unterstrich Löw: „Beim Confed Cup hat er eine überragende Rolle gespielt.“ Seine Ausstrahlung sei gestiegen, ergänzte der Bundestrainer: „Er spielt hervorragend mit, ist sehr ruhig, gelassen und fokussiert. Er hat noch mal einen Reifeprozess durchgemacht.“

Ter Stegen bleibt vor seinem 19. Länderspiel zurückhaltend, auch wenn er in Spanien schon mal als „Messi in Handschuhen“ betitelt wurde. „Der Vergleich hinkt“, bemerkte ter Stegen, der mit dem Ball am Fuß sehr gut umgehen kann: „Mein primäres Ziel ist es, Bälle zu halten.“

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