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Ölpreise legen wieder zu

New York/London/Wien (dpa) Die Ölpreise haben nach anfänglichen Kursverlusten wieder zugelegt. Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Oktober 117,63 Dollar und damit 2,52 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag.

Ölpreise legen wieder zu

Händler begründeten die festere Tendenz der Ölpreise mit dem wieder etwas schwächeren US-Dollar.

Gegen Mittag hatte WTI-Rohöl noch um rund fünf Dollar tiefer bei 112,50 Dollar notiert. Ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 116,25 Dollar gehandelt. Das waren 2,22 Dollar mehr als am Montag.

Händler begründeten die festere Tendenz der Ölpreise mit dem wieder etwas schwächeren US-Dollar. Seien die Preise bis zum Mittag noch von einer festen US-Währung belastet worden, habe sich diese Tendenz im Tagesverlauf ins Gegenteil verkehrt. Zudem würden die Ölpreise weiterhin durch Angebotsrisiken und zunehmende geopolitische Spannungen hoch gehalten. Experten verwiesen insbesondere auf die Spannungen zwischen dem Westen und Russland wegen des Georgien- Konflikts und der geplanten Stationierung amerikanischer Abwehrraketen in Polen. Vor diesem Hintergrund sei ein baldiger Rückgang unter 110 Dollar unwahrscheinlich, betonten die Volkswirte der Commerzbank.

Über der Karibik hat sich unterdessen ein Wirbelsturm gebildet, welcher in den kommenden Tagen auch den Golf von Mexiko treffen könnte. Die bisherigen Stürme der Saison haben die Ölproduktion weitgehend verschont. Eine ernsthafte Beeinträchtigung der Ölförderung im Golf von Mexiko hätte dagegen das Potenzial, den Ölpreis deutlich steigen zu lassen.

Die Spannungen zwischen Russland und dem Westen haben mit der Entscheidung des russischen Parlaments vom Montag, die beiden abtrünnigen georgischen Provinzen Abchasien und Südossetien als unabhängig anzuerkennen, aus Sicht der Commerzbank eine neue Stufe erreicht. Die gegenwärtige Entwicklung rechtfertige eine steigende Risikoprämie auf den Ölpreis, denn Georgien sei ein wichtiges Transitland für Öllieferungen aus dem Kaspischen Meer und Russland das zweitgrößte Ölförderland der Welt.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist unterdessen deutlich gesunken. Nach Berechnungen des OPEC- Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag 110,61 Dollar. Das waren 4,02 Dollar weniger als am Freitag. Die OPEC berechnet den täglichen Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten des Kartells.

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