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Oldtimer haben ein Gesicht

BOCHUM Gut gepflegte Kadetts, schmucke Porsches und schnuckelige Käfer machten sich am Samstag um 10 Uhr beim Autohändler Procar, Porschestraße 4, auf den Weg. Die erste Auflage der Oldtimerrallye "Ruhrland Classik" suchte einen Gewinner.

von von Sebastian Ritscher

, 03.08.2008
Oldtimer haben ein Gesicht

Es glänzt der Lack, es blitzt das Chrom, wenn Wolfgang Küper und Ulrich Mengel mit dem Triumph auf Reise gehen.

38 Fahrzeuge aus drei Jahrzehnten starteten dafür im Minutentakt aus der Werkstatt des BMW-Händlers. Aus den 50ern, 60ern und 70ern des vergangenen Jahrhunderts stammen die schönen Stücke, die am Samstag das Ruhrgebiet aufmerksam machten - mal vornehm gepflegt, mal sportlich ausstaffiert. Knapp 200 Kilometer lang war die Strecke, die über Sprockhövel, Hagen, Iserlohn, Unna und Olfen zurück nach Bochum führte und von Fahrern und Beifahrern ordentliches Kartenlesen und Zeitgespür erforderte.

Für den Bochumer Wolfgang Küper wohl Routine. Er ist bereits auf internationalen Veranstaltungen gefahren und hat mehrere Oldtimer. Für die "Ruhrland Classik" stieg er mit Beifahrer Ulrich Mengel in seinen Triumph TR3A von 1960. Den besitzt er seit zehn Jahren und hat ihn fünf Jahre lang auf Vordermann gebracht. Küper hängt eben an seinen alten Autos: "Oldtimer haben noch ein Gesicht."

Rasanter Käfer

So wie der rasante Käfer, mit dem Christian Scholz und Patenonkel Manfred Scholz an den Start gingen. "Es macht Spaß, solche Autos sportlich zu bewegen", erklärt Christian Schloz einen Teil der Faszination. Und sportlich bewegen lässt sich der Käfer. Aus dem Jahr 1966 stammt er und hat einiges zu bieten, wie etwa Porsche-Getriebe, -Bremssystem und -Motor. Leistung, die am Samstag aber nicht nur gefragt war. Auch Genauigkeit wurde getestet - zwölfmal. Bei den Gleichmäßigkeitsprüfungen mussten bestimmte Strecken in einer bestimmten Zeit gefahren werden, sonst hagelte es Strafpunkte.

Einige Ausfälle

Was noch viel wichtiger als der richtige zeitliche Riecher war: Die automobilen Klassiker mussten ins Ziel kommen. Das war gar nicht so einfach. "Bei so einer Rallye gibt es eben Ausfälle", weiß Rallye-Mitorganisator Werner Scholz vom MSC Ruhr-Blitz. Aber immerhin: 29 der alten Brummer schafften es wohlbehalten ins Ziel.