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300 Schüler geben fiktiv ihre Stimme ab

Juniorwahl

Wenn am Sonntag 61,8 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen sind, bei der Bundestagswahl ihr Kreuzchen zu machen, müssen sie zu Hause bleiben: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind nicht wahlberechtigt. Doch in der Wolfhelmschule war bereits am Donnerstag Wahltag.

OLFEN

von Von Malte Bock

, 19.09.2013
300 Schüler geben fiktiv ihre Stimme ab

Vor der Wahl mussten die Schüler sich mit ihrem Schülerausweis und einer Wahlbenachrichtigungskarte ausweisen. Aylin Wunderlich (2.v.r.) kontrolliert als Wahlvorstand die Daten.

Möglich macht das das deutschlandweite Projekt „Juniorwahl“. Rund 300 Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 10 waren an der Wolfhelmschule dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Selbstverständlich simuliert, aber ansonsten völlig realitätsnah. Mittels Wählerlisten waren die Schüler erfasst und mussten sich vor dem Wahlakt durch eine Wahlbenachrichtigungskarte ausweisen. Wer seinen Schülerausweis nicht mit sich führte, musste seine Identität sogar durch einen Lehrer bestätigen lassen. Dafür trug der Wahlvorstand um Lisa Lange, Aylin Wunderlich, Martin Friedhoff und Kevin Königsmann Sorge.

Anders als die Wahlberechtigten am 22. September, gaben die Schüler ihre Stimme allerdings online am Computer ab. Jedoch konnten sie ihr „digitales Kreuzchen“ auf dem gleichen Stimmzettel machen, wie es alle Wahlberechtigten des Wahlkreises Coesfeld -Steinfurt II, dem die Stadt Olfen zugeschlagen ist, am Sonntag tun werden. An diesem Tag werden auch die Ergebnisse der Juniorwahl veröffentlicht. Ziel der Juniorwahl ist das Üben und Erleben von Demokratie. „Und die Scheu vor dem Wahlakt zu nehmen“, ergänzt Bernd Herrmann, didaktischer Leiter der Schule. 2264 Schulen sind republikweit beteiligt, mehr als eine halbe Million Schüler werden – so die Ankündigung der Organisatoren – ihre Stimme abgeben.

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Juniorwahl in der Wolfhelmschule

Rund 300 Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 11 haben in der Wolfhelmschule schon drei Tage vor der Bundestagswahl ihre Stimme abgegeben. Bei der sogenannten "Juniorwahl" sollen die jungen Menschen erfahren, was es heißt, an einem demokratischen Prozess teilzunehmen.
19.09.2013
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Vor der Wahl mussten die Schüler sich mit ihrem Schülerausweis und einer Wahlbenachrichtigungskarte ausweisen.© Malte Bock
Auf einem realen Wahlzettel konnten die Schüler ihr digitales Kreuzchen machen.© Malte Bock
Vor der Wahl mussten die Schüler sich mit ihrem Schülerausweis und einer Wahlbenachrichtigungskarte ausweisen.© Malte Bock
Vor der Wahl mussten die Schüler sich mit ihrem Schülerausweis und einer Wahlbenachrichtigungskarte ausweisen. Aylin Wunderlich (2.v.r.) kontrolliert als Wahlvorstand die Daten.© Foto: Malte Bock
Vor der Wahl mussten die Schüler sich mit ihrem Schülerausweis und einer Wahlbenachrichtigungskarte ausweisen.© Malte Bock
Auf einem realen Wahlzettel konnten die Schüler ihr digitales Kreuzchen machen.© Malte Bock
Vor der Wahl mussten die Schüler sich mit ihrem Schülerausweis und einer Wahlbenachrichtigungskarte ausweisen. Aylin Wunderlich kontrolliert as Wahlvorstand die Daten.© Malte Bock
Wahlvorstand Aylin Wunderlich zeigt es: Mit solch einer Wahlbenachritigungskarte sind die Schüler berechtigt zu wählen.© Malte Bock
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Den Schülern der Wolfhelmschule gefiel die Aktion. „So haben wir auch das Recht, zur Wahl zu gehen“, sagt Laura-Luisa Besemann, Schülerin der Klasse 8.4. Ihre Mitschülerinnen Michelle Götze und Victoria Geiping erzählen, dass sie sich im Internet über die verschiedenen Parteien und Kandidaten schlau gemacht hätten. Auch der „Wahl-O-Mat“ sei im Unterricht genutzt worden. Durch die „Juniorwahl“ soll bei künftigen Jungwählern der Grundstein gelegt werden, sich in Zukunft mehr als bislang an der Wahl zu beteiligen. Und erwiesenermaßen steigert das seit 1999 durchgeführte Projekt die Wahlbeteiligung bei Erstwählern und Eltern. „Wenn durch dieses Projekt nur ein paar Prozent mehr zur Wahl gehen, ist das schon ein Erfolg“, erklärte Bernd Herrmann.  

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