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Agnes-Miegel-Weg soll umbenannt werden

NS-Vergangenheit

Seit April 2010 hat in Münster die Kommission "Straßennamen" die Namensgeber der münsteraner Straßen auf ihre mögliche NS-Vergangenheit untersucht. Mit möglichen Folgen nun auch für Olfen.

OLFEN

von Von Benjamin Glöckner

, 07.07.2011
Agnes-Miegel-Weg soll umbenannt werden

Agnes Miegel war eine Stütze des NS-Regimes. Das sagt eine Kommission in Münster. Auch in Olfen sorgt der Name des Agnes-Miegel-Weges jetzt für Diskussionen.

In ihrem Abschlussbericht gab die Kommission die Empfehlung, die Agnes-Miegel-Straße im Stadtbezirk Ost umzubenennen. „Ausschlaggebend für die Empfehlung der Umbenennung war die Bewertung, dass Agnes Miegel eine Stütze des NS-Regimes im Bereich Kultur und den ‚Führer‘ in ihren Werken verherrlichte“, heißt es im Abschlussbericht.

Auch in Olfen ist die deutsche Schriftstellerin, Journalistin und Balladendichterin Namensgeberin für eine Straße: Nämlich für den Agnes-Miegel-Weg, der im Neubaugebiet „Ehemaliges Kanalstadion“ liegt. Eine kleine Straße mit einer Handvoll Häusern.Den Agnes-Miegel-Weg gibt es seit April 2005. Seinerzeit wurde von der Gleichstellungsstelle angeregt, Straßennamen auch nach bedeutenden Frauen zu vergeben. Dieser Anregung folgend wurde verwaltungsseitig vorgeschlagen, den Weg nach Agnes Miegel zu benennen. Der Rat der Stadt Olfen beschloss schließlich am 12. April 2005 den endgültigen Straßennamen.

Olfens Bürgermeister Josef Himmelmann reagierte überrascht, als er von unserer Zeitung auf das Problem aufmerksam gemacht wurde. Er möchte jetzt erst mal Reaktionen aus der Bürgerschaften abwarten: „Die Diskussion wird erst geführt, wenn es auch angesprochen wird“, so Josef Himmelmann. Dann könne man auch im Haupt- und Finanzausschuss über den Agnes-Miegel-Weg reden.

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