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Anwohner aus Olfen vermissen Esel Quincet

Nach Streit um Lärm

Erst musste er umziehen, weil Anwohner sich durch seine Lautstärke gestört fühlten. Nun wollen ihn andere Anwohner wieder zurück: Poitou-Esel Quincet. Kaum ein anderes Thema wurde in Olfen so emotional diskutiert wie dieses - und ein Ende ist erstmal nicht in Sicht.

OLFEN

, 03.11.2014
Anwohner aus Olfen vermissen Esel Quincet

Der Pointou-Esel-Hengst Quincet sieht zwar nett aus, macht aber angeblich einen Lärm wie ein "Nebelhorn eines großen Kreuzfahrtschiffes".

Bis vor zwei Wochen stand Esel Quincet noch beim Rest der Herde auf einer Wiese der Steveraue. Weil Anwohner sich wegen der Eselrufe gestört fühlten, musste er jetzt auf eine andere Wiese umziehen. Dort grast er jetzt zusammen mit dem Esel-Weibchen Kaline, die im Frühjahr ein Fohlen erwartet. Aber nicht alle Anwohner sind mit dieser Lösung einverstanden: Viele bedauern, dass der Esel nicht mehr da ist. Einige wollen ihn sogar wieder zurück – und haben dafür Unterschriften gesammelt. Der Umzug ist aber kein endgültiger: "Das ist für uns keine Lösung, die so bleiben muss", sagt Beigeordneter Wilhelm Sendermann.

Um den Lärmkonflikt erstmal zu lösen, habe die Verwaltung den Umzug angeordnet. Nach der Unterschriftenaktion will man jetzt aber auch nicht sofort alles wieder rückgängig machen. Erst mal solle Ruhe in die hitzige Diskussion kommen. Und dann sei es wichtig zu gucken, was das Richtige für die Tiere sei und was für das Steverauen-Konzept.

Das Ideal der Steverauen, an dem die Verwaltung auch festhalten wolle, sei: "Die Tiere laufen auf der gesamten Strecke der Steveraue, wohin sie wollen", so Josef Himmelmann vom Stadtrat. Doch es sei auch notwendig, ein Tier mal zu separieren. Etwa einen Hengst, der nicht jedes Jahr Stuten decken soll. Eine schnelle Lösung beim Thema Esel gäbe es nicht, sagte Himmelmann. "Da gehen die Meinungen heftig durcheinander und das ist ja auch schön so." Das Thema werde Olfen wohl noch beim Karnevalsumzug beschäftigen, prophezeite der Bürgermeister.

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