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Behelfsbrücke soll Ahsen und Olfen verbinden

Gesperrte Brücke

Landräte und Bürgermeister sind sich einig: So wie bisher kann es mit der Brücke in Ahsen nicht weitergehen. Jetzt wird eine Behelfsbrücke geprüft.

Olfen/Datteln

28.06.2018
Behelfsbrücke soll Ahsen und Olfen verbinden

Eine Behelfsbrücke über die Lippe soll die Verbindung zwischen Ahsen und Olfen wiederherstellen. Die Landräte aus den Kreisen Recklinghausen (2.v.l.) und Coesfeld (4.v.l.) sowie die Bürgermeister aus Datteln (3.v.r.) und Olfen (2.v.r.) gaben ein klares Bekenntnis ab. Foto: Kreis Recklinghausen

Eine Behelfsbrücke, geeignet für Fußgänger aber auch Personenwagen, soll bis zur Schaffung einer endgültigen Lösung – mit Brückenneubau und Ortsumgehung – die abgerissene Verbindung zwischen Ahsen und Olfen wiederherstellen. Das ist das Ergebnis eines Spitzengespräches am Montag.

„Wir haben allergrößtes Verständnis für die Ahsener und Olfener Bürgerinnen und Bürger, die von der Komplettsperrung der Lippe-Brücke in Datteln-Ahsen betroffen sind.“ Bei einem Treffen der Landräte aus den Kreisen Recklinghausen und Coesfeld, Cay Süberkrüb und Dr. Christian Schulze Pellengahr, sowie der Bürgermeister der Anrainerkommunen Datteln und Olfen, André Dora und Wilhelm Sendermann, stand die Suche nach einer Lösung im Vordergrund.

„Wir können nicht fünf Jahre oder länger warten“

An dem Gespräch nahmen außerdem Vertreter des Lippeverbandes, von Thyssengas und der Telekom teil, deren Versorgungsleitungen an dieser Stelle über die Lippe führen.

„Schnell“ und „kurzfristig“ hießen entsprechend die Schlüsselbegriffe bei der Runde im Haus Vogelsang in Datteln.

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„Wir können nicht fünf Jahre oder länger warten, wir brauchen eine Zwischenlösung – und die schon bald“, lautete die Forderung. Die jetzige Sperrung sei den betroffenen Berufspendlern, Freizeitradlern und all denen, die soziale Kontakte diesseits wie jenseits der Lippe pflegen, keinesfalls über einen längeren Zeitraum zuzumuten.

Keine einfache Lösung


Konkret angedacht ist ein Abriss der maroden Brücke und die Errichtung einer einstreifigen Behelfsbrücke in Modulbauweise mit einer maximalen Belastbarkeit von 3,5 Tonnen nach Möglichkeit auf den vorhandenen Pfeilern. Ob die Statik dies erlaubt, sollen Prüfungen zur Tragfähigkeit ergeben. Dass auch eine solche Zwischenlösung kein leichtes Unterfangen sein wird, ist allen Beteiligten bewusst: Die Gemengelage aus baulichen Engstellen, Lippedeich, Leitungsnetz, und Naturschutzrestriktionen erfordert einen hohen Abstimmungsbedarf.

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Wie berichtet, waren bei Untersuchungen der 96 Jahre alten Brücke im April 2018 schwere statische Mängel festgestellt worden, Gutachter sahen darin eine akute Einsturzgefahr. Dies führte letztlich zur Komplettsperrung der Brücke.

Die Interessengemeinschaft Lippebrücke Ortsumgehung (IGLO) hat für Mittwoch, 7. Juli, um 18.30 im Lippehof Ahsen eine Bürgerversammlung anberaumt. Bürger sollen über Arbeit und Pläne der IGLO informiert werden.
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