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Bürgermeister: So soll der Jugend geholfen werden

Jugend-Gipfel

Nach dem ersten Jugend-Gipfel vor zwei Wochen folgte am Donnerstag ein erneutes Gespräch mit den Olfener Jugendlichen im JuZo. Olfens Bürgermeister Josef Himmelmann sprach mit etwa 15 Jugendlichen über Lösungsmöglichkeiten und erläuterte die Vorgehensweise der Stadt.

OLFEN

07.11.2014
Bürgermeister: So soll der Jugend geholfen werden

Olfens Bürgermeister Josef Himmelmann sprach im JuZo mit etwa 15 Jugendlichen.

Zum einen sollen die Mitarbeiter des Wachdienstes BAK an einem Gespräch mit den Jugendlichen teilnehmen, zum anderen wünscht sich Himmelmann, dass sich die Jugendlichen bei der Planung des neuen Skater-Parks einbringen. „Mir hat das außerordentlich viel Spaß gemacht“, sagt Josef Himmelmann, Bürgermeister Olfens. Jeder, der wollte, kam zu Wort, die Diskussion nahm auf sachlicher Basis Fahrt auf. Dabei wurden drei Oberpunkte diskutiert: Der ÖPNV, die Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche sowie der Wachdienst und die Planung des neuen Skate-Parks.

  • Öffentliche Verkehrsmittel:

„Nach Selm kommt man fast gar nicht“, sagt Vivien Czekala (16). Generell sei laut der anwesenden Jugend die öffentliche Verkehrsanbindung von Olfen aus fatal. Vor allem am Wochenende kämen sie ab bestimmten Uhrzeiten nicht mehr nach Lüdinghausen, Datteln oder Münster. „Eine völlig verständliche Situation“, sagt Himmelmann.

 Ein Antrag an den Kreis Recklinghausen und an den Kreis Coesfeld sei bereits gestellt worden, um einen Schnellbus einzuführen, der von Münster nach Lüdinghausen und dann weiter bis nach Datteln fährt: „Das ist ein ganz dickes Brett, an dem wir bohren“, sagt Himmelmann. Bis 2015 sollen alle 30 Minuten Busse nach Münster, Recklinghausen und Datteln fahren – am Wochenende stündlich.

Insgesamt würden 4000 Pendler in Olfen leben: „Wer weiß, dass er in einer Stunde nach Münster oder Dortmund kommen kann, wird Olfen als Wohnort schätzen“, sagt Himmelmann.

  • Aufenthaltsmöglichkeiten in Olfen und Wachdienst: 

Gerade bei diesem Thema möchte die Jugend anonym bleiben: „Es gibt viele Spray-Aktionen, aber der Wachdienst behandelt uns dann alle, als wären wir Asoziale“, sagt ein junges Mädchen. Der allgemeine Tenor war der, dass der Wachdienst nicht immer nett mit der Jugend umgehe: „Ich sitze öfter mit Freunden am Naturbad im Auto. Die fotografieren unsere Kennzeichen und sind direkt unhöflich“, sagt ein junger Mann. Manchmal würden sie Briefe mit Ordnungsgeldern nach Hause bekommen, obwohl sie nichts verwüstet oder verdreckt hätten.  „Der Sinn des Wachdienstes ist nicht zu bestrafen“, sagt Himmelmann. Außerdem gäbe es einfach zu wenig oder keine Mülltonnen. „An der Gesamtschule standen früher feste Mülleimer. Die müssten wieder dahin“, sagt ein junges Mädchen. Für Hauptamtsleiterin Anne Behr wäre dies das geringste Problem: „Ihr zeigt uns einfach, wo Mülleimer fehlen und dann ist es auch kein Problem, die dort zu installieren.“ Laut Himmelmann dürften sich die Jugendlichen überall aufhalten, wo sie wollen. Nur nicht da, wo nach 22 Uhr kein Lärm produziert werden darf. „Wir sollten dieses Gespräch zusammen mit den Mitarbeitern und der Leitung des BAK führen“, sagt Himmelmann. Allerdings sollte der Jugend klar sein, dass sie ihre Aufenthaltsorte zumindest genau so sauber verlassen sollten, wie sie ihn vorfanden.

  • Der neue Skate-Park:

„Wir sind eine große Gruppe, die den Skate-Park, trotz des mangelhaften Zustands, regelmäßig nutzt“, sagt ein junger Mann. Gerade die skatenden Olfener sind sehr an einer neuen Anlage interessiert. „Auch dieser Antrag ist bereits gestellt. Die Stadtverwaltung prüft gerade, wie der Park finanziert und gebaut werden soll“, sagt Himmelmann. Wichtig war es ihm, festzuhalten, dass der alte Ort zu sehr „ghettoisiert“ sei, obwohl „es mittlerweile eine schöne Sportart ist, wie ich finde“. Himmelmann habe sich erst kürzlich Anregungen beim Skate-Park in Frankfurt geholt und auch aus Berlin habe eine Mitarbeiterin Fotos von einem Park mitgebracht. „Ich möchte nicht, dass man sich für die Skater schämt, sondern stolz auf sie ist“, sagt Himmelmann. Daher sollte der neue Skate-Park zentraler gelegen und auch für Schaulustige präsent sein. Ein möglicher Ort dafür sei der Kanal an der Alten Fahrt, Richtung Schiefe Brücke. „Der Park soll mitten in das Leben integriert sein“, sagt Himmelmann.Bis Ende 2015, spätestens Anfang 2016 soll der Park fertiggestellt worden sein. „Ich spreche hiermit eine Einladung aus. Ihr solltet Euch bei der Planung unbedingt einbringen“, sagt Himmelmann. Bereits in der kommenden Woche könnte ein solcher Termin, zusammen mit dem zuständigen Planungsteam, stattfinden.

  • Fazit:

Das Gespräch mit den Jugendlichen war produktiv. Kleinere Probleme, wie fehlende Mülleimer, können von der Stadt zeitnah gelöst werden. Ein weiteres Gespräch mit dem Wachdienst soll den Umgang und die Kommunikation zwischen beiden Parteien nachhaltig verbessern. Das Problem mit dem ÖPNV soll bis 2015 gelöst worden sein. Und auch der Bau des Skate-Parks, bei dem sich die Jugend schon nächste Woche einbringen könnte, ist bereits in trockenen Tüchern. Kommunikation ist alles.

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