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Bürgersolar-Projekt ist ein Selbstläufer

OLFEN Das Bürgersolar-Projekt in Olfen ist ein Selbstläufer. Schon bei einer Infoveranstaltung haben die Bürger erheblich größeres Interesse gezeigt, als sich mit der geplanten Anlage auf dem Dach der Sporthalle umsetzen lässt. Nun soll nach Willen der CDU das Projekt ausgeweitet werden.

22.08.2008
Bürgersolar-Projekt ist ein Selbstläufer

Die Sonne schickt genug Strahlen auf die Dächer der Wolfhelm-Gesamtschule, um dort eine Bürgersolar-Anlage aufzubauen.

Mit der geplanten 30 kwp-Anlage auf dem Dach der Sporthalle lasse sich das Projekt nicht umsetzen. Denn: Für insgesamt 53 kwp wollen Olfener Anteile kaufen. Deshalb möchte die CDU-Fraktion, die das Vorhaben in der Steverstadt angestoßen hat, das Projekt jetzt nicht nur einen Schritt weiter bringen, sondern sogar noch ausweiten. Vorschlag: weitere Anlage auf dem Dach der Gesamtschule "Wir brauchen ein zweites Dach", sagt Ratsherr Reinhard Ahmann. Eine gut geeignete Fläche wäre auf der Gesamtschule vorhanden. Dort betreibt die Schule bereits eine eigene Photovoltaik-Anlage.

Aber für eine weitere wäre ausreichend Platz vorhanden. Auch sie soll maximal 30 kwp groß sein, weil nur bis zu diesem Volumen die maximale Einspeisevergütung für den produzierten Strom bezahlt wird. Für größere Anlagen sinkt die Vergütung pro Kilowattstunde.Forderung nach Dächern auf städtischen Gebäuden

CDU-Fraktionschef Christoph Kötter hat einen Antrag formuliert, der am 2. September im Hauptausschuss und am 4. September im Rat behandelt werden soll. Darin soll beschlossen werden, dass die Stadt Dächer auf eigenen Gebäuden für Bürgersolar-Projekte zur Verfügung stellt. Der Mietpreis soll - wie in benachbarten Kommunen auch - bürgerfreundlich, also recht gering ausfallen. Denn die Stadt soll kein Geld daran verdienen, sondern die Investoren, also die Olfener Bürger. Außerdem, daran wird in dem Antrag der CDU-Fraktion erinnert, gibt es in Olfen schon eine längere Tradition bei der Förderung von Sonnenenergienutzung.Bei Versammlung am 4. September sollen Anteile vergeben werden

Außerdem sollen haftungsrechtliche und versicherungstechnische Dinge geklärt werden, so dass man unmittelbar nach der Ratssitzung an die Umsetzung gehen kann. Noch am Abend des 4. September soll um 19 Uhr eine weitere Bürger-Versammlung im SuS-In-Treff stattfinden, bei der die Anteile an der Gesellschaft "Bürgersolarkraftwerk Olfen" vergeben werden und sofort gezeichnet werden sollen.   "Wir gehen davon aus, dass jeder Interessent zumindest einen Anteil bekommen wird", erklären Christoph Kötter und Reinhard Ahmann.Was bedeutet Kilowattpeak (kwp)?Die Leistung einer Photovoltaik-Anlage hängt von den äußeren Rahmenbedingungen ab, insbesondere von der Beleuchtungsintensität. Dabei wird die maximal mögliche Leistung einer Solarzelle als Peak-Leistung definiert. Sie wird in Kilowatt gemessen und als kwp (Kilowattpeak) angegeben. Eine 30 kwp-Anlage auf einem Olfener Dach kann also in den Mittagsstunden eines schönen Sommertages 30 Kilowatt Strom pro Stunde produzieren.

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