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Dienstagsfrauen organisieren Sommerfest im Marienheim

OLFEN Bratwurstduft zog über die Oststraße und der kam vom Holzkohlegrill des Marienheims für psychisch kranke Menschen. Denn nach längerer Pause veranstalteten Bewohner und Betreuer wieder ein öffentliches Sommerfest.

von Von Heidi Tripp

, 12.08.2008

Trotz des regnerischen Wetters waren zahlreiche Besucher aller Generationen gekommen, um einige schöne Stunden gemeinsam zu verbringen. Mit einem Bierwagen und geräumigen Gartenzelten, hatten die fleißigen Helfer den großzügigen Garten des Hauses bestückt.

De kleinen Besucher kamen bei Wasserspielen, Torwandschießen, Dosenwerfen, Kinderschminken und beim Salatschleudermalen auf ihre Kosten. Im Keller war ein kleiner Flohmarkt aufgebaut, bei dem die Gäste nach Herzenslust stöbern konnten, ebenso wie am Stand der Sternenkinder. „Wir möchten unsere Einrichtung wieder stärker nach Außen öffnen, Schwellenängste abbauen und zeigen, dass die Bürger hier herzlich Willkommen sind“, erklärt Elisabeth Spörk das Konzept des Festes. Sie leitet seit neun Jahren die Einrichtung und wollte die Tradition des öffentlichen Sommerfestes neu beleben.  So hätte sich auch das Klientel des Hauses gewandelt. Jüngere Bewohner hätten gerne Aussenkontakte und könnten das Fest dazu ungezwungen nutzen. In der Cafeteria wartete ein üppiges, gespendetes Kuchenbuffet auf die Gäste. „Wir sind die Dienstagsfrauen“, sagt Lille Elsner lachend und fügt hinzu: „So nennen uns die Bewohner, weil wir jeden Dienstag hier sind, um mit den Kranken mal in die Eisdiele oder spazieren zu gehen. Bei schlechtem Wetter bleiben wir hier und spielen etwas“, sagt die rüstige Rentnerin.

Auch Anneliese Sporea gehört zu den Dienstagsfrauen. Und auch sie geht in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit auf. „Die Dankbarkeit der Menschen ist mein Lohn. Viele Bewohner bekommen ja sonst überhaupt keinen Besuch mehr“, erwähnt Sporea, die seit fünf Jahren dabei ist. Beide Frauen sind sich einig, dass das Sommerfest eine gute und gelungene Idee war.

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