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Fehlende Rutsche am Schafhorst

Kinder testen Spielplätze

Die Kinder des DRK-Kindergartens Regenbogen testeten den Spielplatz am Schafhorst. Bereits beim Betreten der Anlage fällt ihnen sofot etwas auf, was für das optimale Spielerlebnis nicht zufriedenstellend ist.

OLFEN

von Von Naemi Goldapp

, 23.08.2010
Fehlende Rutsche am Schafhorst

Aaron baut gern mit Sand. Hier schmeißt er ihn in die Luft und schaut, wie er wieder auf den Boden rieselt.

Die Rutsche ist weg. Katharina merkt es sofort. Sobald sie einen Fuß auf das Spielplatzgelände gesetzt hat, ruft sie schon: „Wo ist denn die Rutsche?“

Der erste Eindruck der Kinder des DRK-Kindergartens Regenbogen vom Spielplatz am Schafhorst ist negativ: Ein großer Sandplatz ist da, wo früher einmal eine Rutsche war. „Wenn die hier weg ist, ist hier ja gar nicht mehr viel“, sagt Erzieherin Andrea Brücker. Zwei Schaukeln, zwei Pferdewippen und ein kleines Klettergerüst stehen am Schafhorst – die Möglichkeiten der Kinder sind eher gering. Die Erzieherinnen Andrea Bücker, Tanja Scheewe und Karin Ewelt begleiten die Kinder zum Spielplatz-Test: Einig sind sie sich sofort in einem Punkt. Kindgerecht ist der Spielplatz nicht, denn es gibt viele Gefahrenquellen.

Am Klettergerüst fehlen die unteren Sprossen, die Ringe und Reckstangen hängen viel zu hoch – da können Kinder schnell runterfallen. Zudem fehlt eine Schaukel. Dabei sind es die Schaukeln, die am begehrtesten sind: „Für Kinder im Kindergartenalter sind die am geeignetsten“, sagt Andrea Brücker. Doch die drei Erzieherinnen finden auch einige positive Aspekte: Der Spielplatz ist gut umzäunt, die Eingangstüren können geschlossen werden. Zudem gibt es genügend Sitzmöglichkeiten. Bisher sei der Spielplatz auch nie extrem zugemüllt gewesen, sind sich die Erzieherinnen einig.

Etwas Müll liege ja meistens herum. Das ist auch beim Test so: Eine Dose liegt herum, Dennis findet im Sand eine Scherbe und gibt sie den Erzieherinnen. „Hey, schau mal ich hab ein Stück Knochen“, ruft Janina. Sie baut mit Lea eine Burg. Die findet den Spielplatz aber doof: „Ich habe zu Hause auch einen Sandkasten“, sagt sie. Nur die Schaukeln sind dauerhaft begehrt: „Schaukeln ist toll“, sagt Sophia, „und rutschen, aber die ist ja wahrscheinlich abgebaut“. Enttäuschung bei den Kindern. Lange verweilen sie nicht auf dem Spielplatz. Auf ihrem eigenen haben sie alle Spielzeuge, die es hier gibt und noch viele mehr.

Auch für die Erzieherinnen ist das Fazit klar: Der Platz ist „nicht ansprechend“. Zu wenig Geräte, aber das könne sich ja wieder ändern. Für 2011 hat die Stadt versprochen, Ersatz für Geräte zu besorgen. Bis dahin bekommt der Spielplatz nach längerem Überlegen jedoch noch gerade eine vier: Ausreichend.   

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