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Graf im Alter von 87 Jahren verstorben

Haus Sandfort

Friedrich Graf vom Hagen-Plettenberg, der Herr des Hauses Sandfort, ist am Donnerstag (28. Juni 2018) verstorben. Ein Nachruf.

Olfen

, 03.07.2018
Graf im Alter von 87 Jahren verstorben

Im Alter von 87 Jahren ist Friedrich Graf vom Hagen-Plettenberg am Donnerstag verstorben. © Haus Sandfort

Er war ein Landwirt mit Leib und Seele, ein Naturliebhaber und Pferdefreund, Förderer vieler Olfener Vereine, langjähriges Ratsmitglied, Familienvater und seit 1974 Herr des Schlosses Sandfort: Am Donnerstag ist Friedrich Graf vom Hagen-Plettenberg im Alter von 87 Jahren verstorben. „Er hatte ein erfülltes Leben, das zuletzt von langer, sehr tapfer ertragener Krankheit gezeichnet war“, teilte sein Sohn Moritz Graf vom Hagen-Plettenberg der Redaktion am Sonntagabend mit.

Im Jahr 1964 adoptiert

Über 50 Jahre hatte der Graf auf dem Schloss in Vinnum gelebt. Seine nahverwandte Patentante Renata Gräfin vom Hagen, geborene Gräfin von Wedel, hatte ihn im Jahr 1964 adoptiert und dann als Erben des Hauses eingesetzt. „Er schuf mit großem persönlichen Einsatz, Selbstdisziplin und Einfallsreichtum viele neue Perspektiven und Betriebszweige, die zum Erhalt des Besitzes beitrugen – stets innovativ in zeitgemäßer Weiterentwicklung“, erklärt Moritz Graf vom Hagen-Plettenberg zum Lebenswerk seines Vaters.

Aktiv in Olfen

Für die Stadt Olfen engagierte der Graf sich in ganz unterschiedlichen Bereichen. Als historisch interessierter Mensch war er beispielsweise Förderer des Heimatvereins. Als „Verlust“ bezeichnet entsprechend Peter Dördelmann seinen Tod. „Er war immer für den Heimatverein da und hat ein offenes Ohr gehabt, wenn wir Hilfe brauchten“, sagt er weiter. Außerdem war der Graf ein aktiver Verfechter des Denkmalschutzes. „Er achtete in hohem Maße auf historisch korrekte Renovierungen“, sagt sein Sohn.

Verbundenheit

Eine andere Leidenschaft von Friedrich Graf vom Hagen-Plettenberg war die Natur. „Er war Jäger und Heger gleichermaßen, war Pferdefreund und Reiter und dem nachbarschaftlichen Reitverein Lützow besonders verbunden“, so Moritz Graf vom Hagen-Plettenberg. Dass der RV Lützow den verstorbenen Grafen mit Reitern und Lafette bei der Beerdigung zu Grabe trägt, sei „eine Ehrensache“ für den Reitverein, sagte Franz-Josef Schulte im Busch aus dem Vorstand des Vereins. „Es gab eine enge Verbundenheit zu dem Grafen.“

Ähnliche Worte findet auch Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann. Die kommunalpolische Tätigkeit des Grafen war zwar vor seiner Zeit, aber: „Wir kannten uns sehr lange und hatten immer ein angenehmes, bisweilen freundschaftliches Verhältnis“, sagt der Bürgermeister. „Er war ein Mensch, der sich stark mit Olfen identifiziert hat und dem auch sehr an der Entwicklung der Stadt gelegen war“, erklärt er weiter.

Humor, Haltung und Begeisterungsfähigkeit

Zur Stadt aber auch zur Olfener Bevölkerung habe er immer einen intensiven Kontakt gepflegt  – und wird sicherlich in Erinnerung bleiben.

Das meint auch sein Sohn: „Vielen, die ihm begegnet sind, wird er in seiner Offenheit, seiner integren Haltung, seinem Humor, seiner Begeisterungsfähigkeit und seiner Hilfsbereitschaft in Erinnerung bleiben als ein Mensch mit verlässlichem, gutherzigen Wesen.“

  • Friedrich Graf vom Hagen-Plettenberg wurde am 18. Mai 1931 in Haus Heeren geboren.
  • Er wuchs zusammen mit fünf Geschwistern auf. Seine Kindheit war geprägt von den Wirren des Zweiten Weltkrieges.
  • Er schloss zunächst eine landwirtschaftliche Lehre und dann ein Studium als Diplom-Ingenieur an der Technischen Hochschule München ab.
  • In den USA und der Schweiz war er mehrere Jahre in der pharmazeutischen Industrie tätig.
  • 1964 adoptierte ihn seine nahverwandte Patentante und setzte ihn als Erben von Schloss Sandfort ein.
  • Vor 53 Jahren heiratete der Graf Astrid Gräfin vom Hagen-Plettenberg Sie bekamen zwei Söhne, eine Tochter und fünf Enkelkinder.
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