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Grundschule Olfen will Kinder vor Missbrauch schützen

Prävention

Die Wieschhof-Grundschule Olfen hat sich ein großes Ziel gesetzt - Kinder vor sexuellem Missbrauch zu schützen. Aber ohne Unterstützung von außen wäre das schwierig.

Olfen

, 01.10.2018 / Lesedauer: 3 min
Grundschule Olfen will Kinder vor Missbrauch schützen

Wencke Lemcken im Gespräch mit einigen Kindern der Grundschule über das Thema Prävention. In einer Woche wird sie die Mädchen und Jungen zusammen mit ihrer Kollegin Uta Kerckhoff ein zweites Mal treffen. © Thomas Aschwer

Eigentlich benötigt die mittlerweile aus- und umgebaute Wieschhofgrundschule die Pavillons zwischen Kirche und Schule nicht mehr. In diesen Tagen liefern sie aber wertvolle Hilfe. Sie sind ein geschlossener und geschützter Raum für ein besonderes Programm. Hier sitzen Schüler aus dem vierten Jahrgang, um mit den beiden Expertinnen Uta Kerckhoff und Wencke Lemcken verschiedenste Aspekte zu besprechen.

Im Internet lauern Gefahren

“Mein Körper“ sei für die Mädchen und Jungen ein spannendes Thema berichten die beiden Referentinnen. „Besonders wichtig die Kinder das Thema Internet. Vieles haben sie nicht gewusst.“, sagt Uta Kerckhoff. „Vor allem nicht, welche Gefahren hier lauern.“ Kerckhoff und Lemcken raten deshalb den Eltern, den Kindern für die Nutzung des Internets Hilfestellung zu geben. Gerade im Internet würden viele Gefahren locken und erste Schritte zum Missbrauch erfolgen. „Je mehr die Kinder wissen, desto geschützter sind sie. Wissen ist Macht.“

Seit mittlerweile 14 Jahren setzt die Grundschule alles darin, ein Grundwissen zu vermitteln. Möglich machen dies auch Experten des Kinderschutzbundes (Kreisverband Coesfeld). Möglich werde dies aber erst durch die tatkräftige Unterstützung des Fördervereins und des Netzwerkes „roterkeil.net“, betont Schulleiterin Petra Deuker und betont die Wichtigkeit des Projekts „Nein darf sein - Prävention sexuellen Missbrauchs für Kinder im Grundschulalter.“

Eltern sind in das Projekt eingebunden

Damit die Kinder das Gehörte reflektieren und nachfragen kommen, finden die beiden Besucher in den Klassen in einem Abstand von einer Woche statt. Der letzte Termin in diesem Jahr ist am Freitag, 5. Oktober, für die 4er aus Linde 2 und Weide 2. Um auch die Eltern in das Projekt einzubinden, waren sie Anfang des Monats zu einer Informationsveranstaltung eingebunden.

Wie wichtig das Projekt ist, haben Uta Kerckhoff und Wencke Lemcken in den vergangenen Jahren wiederholt erfahren. Es sei wiederholt vorgekommen, dass sich Kinder offenbart hätten. Gerade in diesen Situation sei es wichtig, dass zwei Experten die Klasse betreuen. „Dann bleibt einer bei der Gruppe und die andere Leitung geht mit dem betroffenen Kind dann in einen anderen Raum“, berichtet Wencke Lemcken über das Vorgehen.

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