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In einem Jahr schuldenfrei

OLFEN Noch ein Jahr, dann haben die Olfener ihr Ziel erreicht. Dann sind sie schuldenfrei. Einen solch positiven Haushaltsplan für 2008 stellte Bürgermeister Himmelmann am Dienstag dem Rat vor. Die wichtigesten Zahlen erläuterten der Bürgermeister und Heinz Limberg zuvor im Gespräch mit Matthias Münch.

von Von Matthias Münch

, 18.12.2007

 "Die Null bei den Schulden. Das ist die Kernbotschaft", stellte der Bürgermeister fest. Der Verwaltungshaushalt steigt gegenüber 2007 geringfügig um 0,73 % auf rund 17,39 Mio. Dennoch können aus dem Verwaltungsetat 1,57 Mio. an den Vermögenshaushalt überwiesen werden. "Wir nehmen also anderthalb Millionen mehr ein als wir ausgeben", freut sich der Bürgermeister: "Und das im laufenden Betrieb, ohne etwas zu verkaufen."

Umgekehrt steigt das Volumen des Vermögenshaushalts von 3,81 Mio. um 94 % auf 7,86 Mio. . Davon werden allein 2,44 Mio. für Tilgung ausgegeben. So schließt sich der Kreis der Entschuldung.

Die größten Einnahmeposten:

Schlüsselzuweisungen vom Land: 4,15 Mio. . Das wären 735 000 (15 %) weniger als 2007, obwohl das Land den Kommunen im nächsten Jahr 650 Mio. mehr zur Verfügung stellt. Das liegt, wie Heinz Limberg erläutert, an der stark gestiegenen Steuerkraft der Stadt Olfen im Referenzzeitraum 1. Juli 2006 bis 30. Juni 2007.

Anteil an der Lohn- und Einkommensteuer: 3,8 Mio. . Der Betrag steigt gegenüber 2007 um 400 000 (11,76 %). Hier schlägt sich die boomende Wirtschaft und die sinkende Arbeitslosigkeit nieder.

Gewerbesteuer: 2,1 Mio. . Da auch die Firmen vor Ort prosperieren, steigt die Einnahme hier um 200 000 (10,5 %). Dies ist laut Limberg eine vorsichtige Schätzung, obwohl 2008 die Unternehmenssteuerreform greift, die den Firmen Entlastungen bringt. Fast schon selbstverständlich ist, dass die Stadt Olfen ihre kommunalen Steuern, also auch die Grundsteuern, nicht erhöht. Der Gewerbesteuerhebesatz gehört mit 403 % zu den niedrigsten weit und breit.

Die größten geplanten Ausgabebrocken:

Kreisumlage: 6,03 Mio. wie im Vorjahr.

Personalkosten: 3,15 Mio. brutto, was einer Steigerung von 2,8 % entspricht. Weil die Stadt bestimmte Personalausgaben erstattet bekommt oder Einnahmen verbuchen kann wie bei der Postfiliale, steigen die tatsächlichen Nettopersonalkosten nur um 30 000 (1,26 %). Und dies, obwohl hier bereits eine Tariferhöhung von 2,9 % eingerechnet ist.

Sammelnachweise für bauliche Betriebs- und Unterhaltungskosten: 0,55 Mio. . Der Betrag steigt wegen der höheren Strom- und Gaspreise um 20 000 .

Größere Instandsetzungen: 0,3 Mio. für Hallenbad und Gesamtschule. Dieser Etatposten steigt um 90 000 .

Zinszahlungen: 172 000 . "Dieser Posten", so Heinz Limberg, "steht hoffentlich zum letzten Mal im Haushalt." Bürgermeister Himmelmann erinnerte an die Spitze der Zinszahlungen mit 1,07 Mio. im Jahr 1997. Er dankte seinem Amtsvorgänger Stadtdirektor Detlef Dömer sowie dem Rat und der Verwaltung, die den Kurs der Entschuldung immer mittrugen: "Ohne sie wäre dies nicht möglich gewesen."  

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