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Kindergartenstrukturen ändern sich

OLFEN Die gute Nachricht vorweg: Die Kindergärten in Olfen und Vinnum bleiben im nächsten Jahr alle erhalten. Bei den finanziellen und organisatorischen Strukturen wird sich allerdings einiges ändern.

von von Matthias Münch

, 12.12.2007

Das hat zwei Ursachen: 1. Das neue Kindergartenbildungsgesetz (Kibiz) und 2. die auch in Olfen immer weiter schrumpfenden Kinderzahlen.

Am Dienstagabend tagten zeitgleich der Jugendhilfeausschuss des Kreises und der Jugendausschuss der Stadt Olfen. Auf Kreisebene wurden einstimmig - vorbehaltlich der Zustimmung des Kreistages - die Weichen gestellt. Auf Stadtebene wurden die Auswirkungen für Olfen besprochen.

 Neue Gruppentypen

Zunehmend werden die Tageseinrichtungen auch für jüngere Kinder geöffnet. Ab 2010 gibt es einen Rechtsanspruch für Dreijährige, ab 2013 sogar für Zweijährige. Schon für das nächste Kindergartenjahr 2008/09 können Jüngere angemeldet werden. Allerdings ist nicht zu erwarten, dass damit die sinkenden Zahlen der Drei- bis Sechsjährigen ausgeglichen werden können.

Künftig wird es grundsätzlich drei Gruppentypen geben: I für Kinder von zwei Jahren bis zur Einschulung, II für unter Dreijährige, III für Kinder von drei Jahren bis zur Einschulung (wie bisher). Wie in vielen anderen Kommunen wird der Gruppentyp I zunächst in Olfen nicht eingerichtet. Die Eltern haben außerdem die Wahl, ob sie ihre Kinder 25, 35 oder 45 Stunden pro Woche im Kindergarten ihrer Wahl betreuen lassen möchten. All dies hat Auswirkungen auf die Finanzierung der Kindergärten. Denn sie bekommen künftig ihr Geld nicht mehr pro Gruppe, sondern pro Kind. Diese Kindpauschale richtet sich nach Gruppentyp und Anzahl der Betreuungsstunden.

Obergrenzen für die Plätze

      Neu ist auch, dass die Gruppenplanung nicht mehr nach der Anmeldung erfolgt, sondern umgekehrt. Das Jugendamt des Kreises hat in Abstimmung mit den Kommunen und den Trägern die Gruppen bereits geplant. Dies ist Bestandteil des Kindergartenbedarfsplans, für den der Jugendhilfeausschuss des Kreises am Dienstag grünes Licht gab. Für Olfen sind in dieser Planung Obergrenzen für die Plätze in allen Kindergärten festgelegt (siehe Grafik), die überall niedriger liegen als das derzeit vorhandene Angebot. Dabei seien diese Zahlen schon großzügig kalkuliert, stellte Bürgermeister Josef Himmelmann fest. Sollte ein Kindergarten bei der Anmeldung nicht die Obergrenze erreichen, bekommt er wegen der Kindpauschalen automatisch auch weniger Geld. 

Nach einem Jahr wird der Kindergartenbedarfsplan mit den dann vorliegenden Erfahrungen neu gefasst. Das ganze Kibiz-Gesetz kommt 2011 auf den Prüfstand. Die Anmeldungen für das nächste Kindergartenjahr erfolgen im Januar oder Februar in den Kindergärten.

  

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