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Kreis schließt beim Brückenneubau in Ahsen jetzt keine Lösung mehr aus

Lippebrücke

Alles auf „Null“ bei der Verbindung von Olfen nach Ahsen. Der Kreis sucht jetzt nicht nur nach einer Interimslösung. Er kann sich auch eine neue Brücke vorstellen, die Jahrzehnte hält.

Olfen

, 06.09.2018
Kreis schließt beim Brückenneubau in Ahsen jetzt keine Lösung mehr aus

Die Lippebrücke in Ahsen ist seit Monaten komplett gesperrt. Der Kreis Recklinghausen sucht nach einer Lösung - als Übergangs- oder als Komplettlösung. © Thomas Aschwer

Es war kein ordentlicher Tagesordnungspunkt am Mittwoch im Recklinghäuser Kreisausschuss für Landschaftsplanung, Umweltfragen und Bauangelegenheiten, doch auch die relativ kurze Mitteilung der Kreisverwaltung war ein wichtiger Fingerzeig für das drängende Brückenproblem in Ahsen - und vor allem für die Lösung. Wie Kreisspressesprecher Jochem Manz am Donnerstag sagte, ist der Kreis gerade dabei, Planungsbüros anzusprechen, die Vorschläge für eine neue Brücke machen.

„Sie müssen sich bei ihren Vorschlägen nicht auf Interimslösungen beschränken“, sagte Manz. Vielmehr hätten sie ausdrücklich die Freiheit, auch Vorschläge für eine dauerhafte Lösung zu machen. Der Kreis jedenfalls sei gegenüber einer kompletten Lösung nicht abgeneigt. Dabei gehe es auch besonders darum, in welchem Zeitraum welche Lösung realisierbar sei. So oder so dürfte es schwierig werden. Denn die Ahsener Brücke liegt in einem FFH-Gebiet - also in einem speziellen europäischen Schutzgebiet, das nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen ist.

Doch die Planer müssen sich einer weiteren Herausforderung stellen. Die zunächst formulierten Ziele für eine Ersatzbrücke auf den Fundamenten der alten Brücke setzt natürlich einen Abriss des maroden Bauwerks voraus. „Der Abriss könnte zum Problem werden, denn die mittleren Teile wiegen 45 Tonnen“, berichtet Manz. Angesichts dieser verschiedenen Herausforderungen gebe es, so der Kreis Recklinghausen, „sehr viele Gesprächspartner“. Dies dürfte mit ein Grund dafür sein, dass es für die im Herbst geplante Bürgerinformation noch keinen konkreten Termin gibt.

„Wir halten aber weiter daran fest“, sagte am Donnerstag Jochem Manz. Und er kündigte an, dass dabei die Bürger auch auf konkretere Informationen hoffen dürfen. Für die Betroffenen ganz wichtig ist dabei der Zeitplan für einen Brückenneubau. Dabei dürfte es für viele eher zweitrangig sein, ob es eine Interims- oder eine Dauerlösung gibt. Hauptsache, es tut sich was. Und die Zeit der langen Umwege hat ein Ende.

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