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Neue Regel sollen flexible Ganztagsbetreuung ermöglichen

Offener Ganztag an der Wieschhofschule

Bislang gab es für den Besuch der Offenen Ganztagsgrundschule (OGGS) an der Olfener Wieschhofschule feste Regeln und Zeiten. So sollten Fördermittel generiert werden. Doch nun gibt es eine Chance, den Besuch des Betreuungsangebots flexibler zu gestalten.

Olfen

, 04.03.2018
Neue Regel sollen flexible Ganztagsbetreuung ermöglichen

Hobbys, Sportverein oder eine Familienfeier: Alles Gründe, Kinder ausnahmsweise früher aus dem Offenen Ganztag abzuholen, findet der Bürgermeister. © Foto: Wolters

Die Bedingungen für einen Besuch der OGGS in Olfen mussten zu Beginn dieses laufenden Schuljahres geändert werden, um Fördermittel des Landes nicht zu riskieren. Eine verlässliche Teilnahme an fünf Tagen und die früheste Abholzeit um 15 Uhr wurden festgelegt. Doch nun gibt es eine Chance auf mehr Flexibilität.

Teilnahme an Sport- und Musik-Unterricht möglich

Ein neuer Erlass des NRW- Schulministeriums macht dies möglich. Der Erlass stellt klar, das Schüler während der Zeiten des Offenen Ganztags am Nachmittag auch an regelmäßigen außerschulischen Bildungsangeboten wie zum Beispiel in Sportvereinen oder Musikschulen teilnehmen können. Auch rein familiäre Ereignisse sollen künftig ein Grund sein, ein Kind von der Teilnahme am offenen Ganztag entbinden zu lassen.

„Ich bin froh, dass die Landesregierung mit diesem Erlass für mehr Flexibilität sorgt“, erklärte Bürgermeister Wilhelm Sendermann in einem Gespräch mit der Redaktion. Er hatte sich in den vergangenen Monaten bei Gesprächen mit zuständigen Stellen für mehr Flexibilität starkgemacht. „Es muss möglich sein, dass die Kinder außerschulische Angebote wahrnehmen, auch wenn sie deswegen den offenen Ganztag früher verlassen müssen“, so der Bürgermeister. Die Qualität der Ganztagsschule dürfe aber auch nicht durch mehr Flexibilität für die Eltern leiden. Eine geordnete Betreuung müsse weiterhin gewährleistet sein.

Stadt will Eltern informieren

Der Offene Ganztag müsse weiterhin planbar sein. Sendermann: „Wir werden den neuen Erlass nun genau betrachten und überlegen, wie wir ihn für die OGGS zum neuen Schuljahr umsetzen.“ Die Ergebnisse werde die Stadtverwaltung den Eltern vorstellen.

Der Bürgermeister ist der Meinung, es müsse doch möglich sein, dass Eltern ihr Kind nach der sechsten Stunde abholen, wenn es zum Beispiel um 15 Uhr zum Geigenunterricht gehe. „Das Kind kann dann in Ruhe mit der Familie zu Mittag essen und dann ohne Hektik zum Unterricht gehen“, so Sendermann.

100 Kinder bei OGGS angemeldet

Die jetzigen Bedingungen der OGGS sehen vor, dass die Kinder verpflichtend fünf Tage in de Woche am offenen Ganztag bis 16.30 Uhr teilnehmen und frühestens um 15 Uhr abgeholt werden können. Aus diesem Grund hatten sich vor diesem Schuljahr weniger Eltern für den offenen Ganztag entschieden. Stattdessen nahmen die Anmeldungen für das Programm verlässliche Grundschule, eine Betreuung bis 13 Uhr, deutlich zu. Waren es zuvor lediglich elf Kinder, so sind zurzeit rund 70 Kinder in diesem Programm angemeldet. Die OGGS buchten 100 Mädchen und Jungen.

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