Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Nigerianer ist zu Besuch in Olfen und schaut sich das deutsche Bildungssystem an

Förderkreis Umulokpa

Für die Schule in Umulokpa setzt sich der Olfener Förderkreis schon seit 2012 ein. Jetzt ist ein besonderer Gast in der Steverstadt, der darüber informiert. Und das deutsche Bildungssystem kennenlernt.

Olfen

11.09.2018
Nigerianer ist zu Besuch in Olfen und schaut sich das deutsche Bildungssystem an

Father Stephen Ugwu aus Nigeria ist zu Gast in Olfen und informiert über die Entwicklung der Schule in Umulokpa.

In Olfen leben zurzeit 19 Nigerianer, um hier ein besseres Leben anzufangen. Ein weiterer Nigerianer ist jetzt zu Besuch in Olfen. Father Stephen Ugwu hat das Ziel, mithilfe des Förderkreises „Eine Schule für Umulokpa“ die Lebensverhältnisse in seiner Gemeinde zu verbessern, damit das Leben in Nigeria auf Dauer wieder lebenswerter wird. Der Förderkreis aus Olfen unterstützt die Schulentwicklung in der Gemeinde Holy Cross in Umulokpa seit 2012. Was klein als Grundschule mit Kindergarten gestartet ist, hat sich im Laufe der Jahre zu einem Schulzentrum mit Nursery (Kindergarten), Primary (Grundschule) und Secondary (etwa wie Gymnasium) entwickelt. Father Stephen Ugwu informierte jetzt den Förderkreis über die Entwicklung in der Schule und über die allgemeine Lage in Nigeria.

Wünsche erfüllt

Seit dem letzten Besuch einer Delegation aus Olfen in Umulokpa anlässlich der offiziellen Einweihung des Schulkomplexes im Juli 2016 konnten die damaligen Wünsche erfüllt werden: die Bibliothek ist eingerichtet, die Möblierung ist entsprechend des Schülerstandes ergänzt worden, ein Stromgenerator wurde angeschafft, die ausstehende Elektrifizierung des Gymnasium wurde durchgeführt und das gesamte Schulgelände konnte zur Sicherheit der Schulgemeinde mit einer Mauer umgeben werden.

In der Oberstufe stehen die naturwissenschaftlichen Fächer auf dem Lehrplan. Zur Zeit befindet sich der naturwissenschaftliche Bereich der Schule im Aufbau. In zwei Jahren werden die ersten Schülerinnen und Schüler ihren Abschluss mit dem Westafrikanischen Abitur erreichen.

Wichtiges Bindeglied

Stephen Ugwu versäumte es bei seinen Erläuterungen auch nicht, die Leistung und Unterstützung seines Vorgängers Pastor Charlie Onuh herauszustellen. Pastor Charlie – vielen Olfenern aus früheren Jahren bekannt – ist nach wie vor ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Förderkreis und der Gemeinde in Umulokpa. Auch wenn die Entwicklung der Schule sich positiv zeigt, weist Father Stephen Ugwu auf die großen Probleme der Bevölkerung hin. Die katastrophale wirtschaftliche Entwicklung Nigerias wirke sich bis in die entlegenen dörflichen Gegenden, wie Umulokpa aus. Immer mehr Eltern könnten das Schulgeld nicht mehr zahlen und behalten ihre Kinder zu Hause. Das habe fatale Auswirkungen auch für die Schule, weil die Lehrergehälter aus dem Schulgeld bezahlt werden.

Lehrerstamm halten

Mit der vierteljährlichen Zuschusszahlung aus Olfen versucht Stephen Ugwu, den Lehrerstamm zu halten. Er bittet aber dringend um weitere kontinuierliche Hilfe aus Olfen. „Damit wir das leisten können, brauchen wir weitere Unterstützer, die monatlich einen kleinen Betrag, vielleicht fünf oder zehn Euro, auf unser Spendenkonto zahlen“, sucht Adelheid Kortmann-Walterbusch die Unterstützung der Olfener. Gilbert Grieger vom Förderkreis ergänzt: „Gerade in Zeiten der Massenflucht und der inneren Unsicherheit im Lande ist es wichtig, Projekte weiter zu entwickeln und zu erhalten, die den Menschen in ihrer Heimat Zukunftsperspektiven durch eine gute Schulbildung und Hoffnung bieten.“

Father Stephen und der Förderkreis werden am Sonntag, 16. September 2018, um 11.30 Uhr im Haus Katharina an der St. Vituskirche, Kirchstraße 17, über die Schule und das Leben in Umulokpa berichten. „Alle Interessierten sind hierzu herzlich eingeladen“, so der Förderkreis.
Lesen Sie jetzt