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Olfener erleben Odysse auf der Heimreise aus den USA

OLFEN Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. Ihr blaues Wunder erlebten Peter und Margarethe Ernst jetzt in den USA, genauer auf ihrer Rückreise von Las Vegas nach Düsseldorf.

von Von Matthias Münch

, 06.08.2008
Olfener erleben Odysse auf der Heimreise aus den USA

Weit gereist ist der Olfener Naturfotograf Peter Ernst. Doch ein solches Chaos wie jetzt bei der Rückreise aus Amerika hat er noch nie erlebt.

Das Olfener Ehepaar, sie Sonderschullehrerin in Bochum, er Oberstudienrat in Marl, hat gerade eine vierwöchige Rundreise durch die Bundesstaaten Utah, Colorado und Nevada beendet. Naturfotograf Peter Ernst, Mitbegründer des Olfener Fotoclubs, ist um einige spektakuläre Aufnahmen reicher und entsprechend zufrieden. Jetzt warten beide nur noch auf ihren Rückflug von Las Vegas via Chicago nach Düsseldorf, gebucht bei der Lufthansa. Der Hinflug war gut verlaufen. Die inneramerikanische Strecke übernimmt Lufthansa-Partner United Airlines. Am Abend vor der Rückreise hat United den Flug noch einmal bestätigt. Doch am nächsten Morgen bricht ein Chaos aus, wie es Peter Ernst noch auf keinem Kontinent erlebt hat.

14 Stunden vor ihrer vermeintlichen Rückkehr in der Heimat stehen Margarethe und Peter Ernst am Check-in-Schalter in Las Vegas, vor ihnen nur ein paar Leute. Doch die Warteschlange bewegt sich kaum. Endlich sind sie an der Reihe. Als die Dame von der Airline ihre Tickets sieht, beginnt sie heftig zu telefonieren und teilt dann mit: „Der Flug wurde aus technischen Gründen gestrichen.“ Die Olfener wollen nach Europa, nach Osten. Doch die Angestellte schlägt einen Umweg Richtung Westen vor: nach San Francisco und von dort über Frankfurt nach Düsseldorf. Man wäre dann nachmittags statt morgens zu Hause. Alternativen gibt es nicht, Essensgutscheine auch nicht. Dabei knurren die Mägen, weil die Olfener in aller Herrgottsfrühe ohne Frühstück aufgebrochen sind.

Dann sitzen sie im Flieger gen Westen. Doch der startet nicht. Reifenpanne! Die soll schnell behoben sein. Aber erst nach knapp 90 Minuten geht es los. Jetzt wird es knapp mit dem Anschluss in San Francisco. Kein Problem, sagt die Stewardess. Man werde anrufen, damit das Flugzeug wartet. Wieder Fehlanzeige. Ein Spurt durch San Franciscos Airport ist vergeblich, der Jet nach Frankfurt pünktlich gestartet.

Am United-Schalter schlägt die Dame den gleichen Flug in 24 Stunden vor. Dies ist den Olfenern zu spät. Das neue Angebot: der ursprüngliche Flug von Chicago nach Düsseldorf, nur eben einen Tag später. Nun gibt es Gutscheine für Übernachtung und Essen. Aber auch das klappt nicht richtig. Die Olfener werden im falschen Hotel am anderen Ende der Stadt abgesetzt. Stunden später fallen sie müde ins Bett - die Essensgutscheine in der Tasche. Denn im „richtigen“ Hotel gibt es kein Restaurant.

Am nächsten Tag läuft es reibungslos. Im Lufthansa-Jet ab Chicago gibt‘s auch reichlich zu essen. Mit einem Tag Verspätung landen die beiden Lehrer in Düsseldorf. Ihr privater Abholservice ist nicht mehr da, inzwischen selbst verreist. Aber ein kleines Wunder erleben die Olfener am Ende ihrer Odyssee doch, so Peter Ernst: „Ich habe gewettet, dass unser Gepäck nicht gleichzeitig mit uns ankommt.“ Die Wette hat er verloren. Die Koffer rollen als erste vom Band.

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