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So geht es mit dem Netzausbau in Olfen voran

Schnelles Internet für Olfen

Schnelles Internet wird immer wichtiger. Die Heizung steuern, das Eigenheim überwachen, Filme downloaden, Bankgeschäfte erledigen und vieles mehr hängt von der Internetverbindung ab. Beim Netzausbau geht Olfen jetzt einen „Sonderweg“.

Olfen

, 16.03.2018
So geht es mit dem Netzausbau in Olfen voran

Ohne Bauarbeiten geht es nicht – und so müssen auch in der Olfener Innenstadt Gräben für die Glasfaserkabel gezogen werden © Foto: Mecklenburg

Zum großen Wurf holen gerade die Südkreis-Gemeinden Nordkirchen und Ascheberg aus – und erschließen in einem Zug die Innen- und Außenbereiche. Davon ist Olfen ein großes Stück entfernt. „Wir haben aktuell 1200 Telefon- und Internetanschlüsse. Dazu kommen im Eckernkampgebiet rund 250 bis 300 reine Kabelanschlüsse, die im Moment nur TV haben, die auch schnelles Internet haben könnten. Insgesamt kommen wir auf rund 1500 Haushalte, die wir im Moment versorgen“, sagt Manfred Casper, einer der beiden Geschäftsführer von Olfenkom.

„Wir können uns nicht mit Unternehmen wie der Deutschen Glasfaser vergleichen und das gesamte Stadtgebiet in einem halben Jahr erschließen“, räumt der zweite Geschäftsführer Klemens Brömmel ein. „Wir können nur wirtschaftlich wachsen, indem wir auch die Haushalte mitnehmen“, sagt Manfred Casper. „Wir können nicht flächendeckend das Netz aufbauen und die Leute irgendwann nachkommen lassen. Das muss kontinuierlich wachsen, damit wir unsere Wirtschaftlichkeit erhalten.“ Einen Komplettausbau in einem Zug wie etwa in Seppenrade oder Nordkirchen werde es in Olfen deshalb nicht geben können.

So geht es mit dem Netzausbau in Olfen voran

Manfred Casper (l.) und Klemens Brömmel sind die beiden Geschäftsführer von Olfenkom

Immer mehr Anschlüsse kommen hinzu

Die Möglichkeit, einen Glasfaseranschluss zu bekommen, ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist, auch zuzugreifen. „In den bereits erschlossenen Bereichen gibt es potenzielle Kunden, die kommen könnten. Im Eckernkampgebiet beispielsweise könnte der ein oder andere sagen, ich möchte zu Olfenkom wechseln“, sagt Geschäftsführer Brömmel. Sein Mit-Geschäftsführer Casper ergänzt: „Auch in Eversum kommen immer wieder Anschlüsse nach. Es ist nicht so, dass es abgeschlossen ist. Wir schließen jeden Monat rund 30 Haushalte neu an.“

Olfenkom sei bewusst zunächst in die Bereiche gegangen, „wo die Situation am schlechtesten war“ – wie etwa in Eversum oder wo Olfenkom bereits im Netz vorhanden war. Auf dem Weg zur Ächterheide ist das Unternehmen durch den Rönhagen gegangen. Casper: Wir arbeiten uns im Grunde außen herum. Zudem wurden die neuen Baugebiete, die in den vergangenen Jahren erschlossen wurden, direkt ans schnelle Netz gebracht. „Irgendwann wird sich das mal schließen.“ Aktuell kommt die Steverstraße dazu. Hier ist eine Insellösung entstanden.

Kabelverzweiger-Standorte

Und wie geht es weiter? Casper: Wir haben noch sehr starken Zuzug in Ächterheide. Da passiert noch sehr viel. Dazu kommen eine ganze Reihe Neuanschlüsse im Rönhagenbereich und natürlich Vinnum. Hier werden wir das ganz über neue Anschlüsse haben. Das hängt mit dem Auslaufen alter Verträge zusammen. In der Olfener Innenstadt gibt es neben Olfenkom mit der Telekom einen weiteren Anbieter für schnelles Internet. „830 Haushalte könnten mit schnellerem Internet versorgt werden. Zusätzlich werden fünf weitere Kabelverzweiger-Standorte mit Vectoring überbaut“, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme des Unternehmens.

Aus Sicht der Olfenkom-Geschäftsführung ist das aber kein Problem für das Olfener Unternehmen. „Die Situation wird sich für die Leute zwar im Moment verbessern, aber die von der Telekom angebotene Vectoringtechnik wird nicht die Zukunft der Glasfaser ersetzen können. Die Glasfaser muss in die einzelnen Haushalte rein. Man kann jetzt damit Zeit gewinnen, aber ich komme am Glasfaserausbau nicht vorbei. „Vectoring ist eine Übergangslösung“, so Brömmel.

Keine Aktivitäten von Innogy

Ursprünglich war im Gespräch, dass sich das Unternehmen Innogy ebenfalls in Olfen engagiert und die Bereiche in Angriff nimmt, die die Telekom nicht versorgt. Doch dazu wird es wohl nicht mehr kommen. Auf unsere Nachfrage sagte das Unternehmen, dass es „in Olfen keine Aktivitäten plant.“ Ziel der Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld (wfc) ist und bleibt eine „flächendeckendes Glasfasernetz im gesamten Kreisgebiet.“ Die Akteure – Kreis Coesfeld sowie Städte und Gemeinden im Kreis – würden auf einen privatwirtschaftlichen Ausbau setzen, der – so die wfc – „im Außenbereich durch zusätzliche Eigenleistung der Anschlussteilnehmer geprägt ist und mit hoher Dynamik stattfindet.“

„Eine Situationsbeschreibung, die auf Olfen (noch) nicht zutrifft. Aktuell ist nicht klar, wer, wann, wo im Außenbereich ausbaut. Was spricht für ein lokales Unternehmen, wenn Olfener länger auf einen Internetanschluss warten müssen als in den Orten mit den deutlich größeren Anbietern? Der Preis ist es nicht, räumt Manfred Casper ein. Dafür stellt er den besonderen Kundenservice von Olfenkom heraus.

Die Situation im Kreisgebiet:
  • In den Ortsteilen Seppenrade, Davensberg, Ottmarsbocholt, Bösensell, Senden, Holtwick, Darfeld, Osterwick, Buldern, Merfeld, Hausdülmen, Hiddingsel und in Teilen von Olfen und Nottuln können vollständig glasfaserbasierte Internetanschlüsse (FTTB/FTTH) von den Anwohnern gebucht werden.
  • Nach Abschluss der aktuell laufenden Arbeiten haben auch die Ortsteile Ascheberg, Herbern, Nordkirchen, Südkirchen, Capelle, Lüdinghausen und Billerbeck die Möglichkeit auf diesen zukunftsfähigen Anschluss.
  • In den Bauerschaften der Städte und Gemeinden Ascheberg, Nordkirchen, Lüdinghausen, Senden, Dülmen, Coesfeld, Nottuln, Billerbeck, Rosendahl können die Anwohner vielerorts schon den Glasfaserhausanschluss nutzen bzw. können dies nach Abschluss der laufenden Arbeiten.
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