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So haben die Vinnumer das Jubiläum ihrer Kirche gefeiert

St. Marien Vinnum

Den 50. Geburtstag der Vinnumer Kirche St. Marien wollten am Samstag so viele Menschen feiern, dass die Sitzplätze im Gotteshaus nicht ausreichten.

Vinnum

, 09.09.2018
So haben die Vinnumer das Jubiläum ihrer Kirche gefeiert

Ein besonders festlicher, aber auch lebendiger Gottesdienst erwartet die Gemeinde, © Sylvia vom Hofe

„Ein Haus voll Glorie schauet“: Mit diesem Lied hat am Samstag die Festmesse zum 50-jährigen Bestehen der überfüllten Vinnumer Kirche St. Marien begonnen: der zweiten Kirche, die die Vinnumer innerhalb von 70 Jahren geplant und gebaut haben – jeweils ohne große Unterstützung der Obrigkeit.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So war das Kirchenjubiläum in Vinnum

09.09.2018
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So voll ist es selten auf dem Kirchplatz zwischen Kirche und Pfarrheim.© Foto: Sylvia vom Hofe
Ein besonders festlicher, aber auch lebendiger Gottesdienst erwartet die Gemeinde,© Foto: Sylvia vom Hofe
Messdiener sowohl aus Olfen als auch aus Vinnum ziehen in die Kirche.© Foto: Sylvia vom Hofe
Genau 50 Jahre nach der Weihe des neuen Kirchbaus beginnt der Jubiläumsgottesdienst.© Foto: Sylvia vom Hofe
Vor dem Gottesdienst haben sich die Fahnenabordnungen der einzelnen Vereine zum Einzug in die Kirche versammelt.© Foto: Sylvia vom Hofe
Irene Mengelkamp ist Küsterin, Lektorin und Messdienerin in einer Person und sorgt außerdem für den Kirchenschmuck - und das seit mehr als 35 Jahren.© Foto: Sylvia vom Hofe
Ein Prosit auf die Kirche und die Gemeinde.© Foto: Sylvia vom Hofe
Weihbischof Dieter Geerlings Bischofsstab hat eine besondere Verbindung mit Vinnum. Er gehörte einst Weihbischof Heinrich Baaken, der die Kirche vor 50 Jahren geweiht hatte.© Foto: Sylvia vom Hofe
Freut sich über eine gelungene Feier: Pfarrer Dieter Hogenkamp.© Foto: Sylvia vom Hofe
Stephen Ugwo aus Nigeria ist auf Einladung des Olfener Förderkreises zurzeit in Olfen zu Gast.© Foto: Sylvia vom Hofe
Martin Reuter (l.) mit Bernhard Lütkemöller.© Foto: Sylvia vom Hofe
Seit 2006 sind die Gemeinden Olfen und Vinnum fusioniert. Die Messdienergruppen treffen sich zwar in jedem Ort, bei großen Anlässen agieren sie aber gemeinsam.© Foto: Sylvia vom Hofe
Hatten viel Spaß: die Messdiener.© Foto: Sylvia vom Hofe
Posing fürs Erinnerungsfoto: Mitglieder der Messdienergemeinschaft, zu der sowohl Vinnumer als auch Olfener Jugendliche gehören.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Kirchengemeinde ist fest im Vinnumer Vereinsleben verwurzelt.© Foto: Sylvia vom Hofe
Moritz Graf vom Hagen Freiherr von Plettenberg gratulierte.© Foto: Sylvia vom Hofe
Von den ehmaligen Seelsorgern hatte der 2017 in den Ruhestand gewechselte Pfarrer Bernhard Lütkemöller die Einladung zum Jubiläum angenommen. Pfarrer Oskar Müller hatte einen Brief mit Glück- und Segenswünschen geschrieben.© Foto: Sylvia vom Hofe
Irene Mengelkamp (hier neben Bürgermeister Wilhelm Sendermann) hat großen Anteil daran, dass alles reibungslos ablief, wie Pastoralreferent Martin Reuter betonte.© Foto: Sylvia vom Hofe
Helga Eckmann vom Pfarreirat hat gratuliert.© Foto: Sylvia vom Hofe
Alle 340 Sitzplätze waren besetzt. Mehrere Gottesdienstbesucher mussten stehen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Der Altar bildet den Mittelpunkt der sechseckigen Kirche.© Foto: Sylvia vom Hofe
Kinder singen unter Leitung von Thomas Hessel.© Foto: Sylvia vom Hofe
Voll besetzt war die Kirche beim Festgottesdienst.© Foto: Sylvia vom Hofe
Moritz Graf vom Hagen Freiherr von Plettenberg (r.) war unter den Festgästen und plauderte unter anderem mit Paul Ostrop (2. v. l.), Zeitzeuge und Motor des damaligen Kirchbaus.© Foto: Sylvia vom Hofe
Kräftig mitsingen konnten die Gottesdienstbesucher an vielen Stellen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Als die Kirche vor 50 Jahren eingeweiht wurde, gab es noch keine Messdienerinnen. Seit ungefähr 1970 hat sich das nach und nach geändert. 1992 stellte auch Papst Johannes Paul II. klar, dass Mädchen ministrieren dürfen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Pfarrer Dieter Hogenkamp (2. v. l.) und Bischof Dieter Geerlings kennen sich schon lange. Hogenkamp war Messdiener, als Geerllings in dessen Heimatgemeinde als Kaplan arbeitete.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Seelsorger und Messsdiener haben sich um den Altar versammelt, über dem das Kreuz hängt.© Foto: Sylvia vom Hofe
Der emeritierte Weihbischof Dieter Geerlings hat mit der Gemeinde den Festgottesdienst gefeiert.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Kirche war vollbesetzt.© Foto: Sylvia vom Hofe
Neben Kaplan Pater Rajakumar aus Indien (l.) hat auch Stephen Ugwo aus Nigeria den Festgottesdienst mitgefeiert.Auch mit dabei: PfarrerThorsten Melchert (M.).© Foto: Sylvia vom Hofe
Neben dem evangelischen Pfarrer Thorsten Melchert hat auch der ehemalige katholische Pfarrer Bernhard Lütkemöller an der Feier teilgenommen.© Foto: Sylvia vom Hofe
Ein Prosit auf die Kirche und die Gemeinde, die sie vor 50 Jahren gebaut hat.© Foto: Sylvia vom Hofe

Dem zollte der emeritierte Weihbischof Dieter Geerlings „großen Respekt“. Er mahnte, Kirchen mehr für die Suchenden zu öffnen, damit sie nicht „zu Gedenkstätten der Vergangenheit werden“: eine Gefahr, gegen die er die „überaus junge und lebendige Gemeinde hier in Vinnum“ aber gut gewappnet sah.

Déjàvu für Bischofsstab

So haben die Vinnumer das Jubiläum ihrer Kirche gefeiert

© Sylvia vom Hofe

Eine ganz besondere Verbindung habe er mit der Vinnumer Kirche, sagte Weihbischof Dieter Geerlings (71). Und das hat mit seinem Bischofsstab zu tun. Genau dieser Hirtenstab klopfte vor 50 Jahren dreimal an die nagelneue Vinnumer Kirchentür: der Beginn der damaligen Weihe-Zeremonie der Kirche, die Bischof Heinrich Baaken durchführte. Von ihm hat Geerlings den Stab als Zeichen der bischöflichen Würde übernommen.

Lebendige Gemeinschaft

So haben die Vinnumer das Jubiläum ihrer Kirche gefeiert

© Sylvia vom Hofe

Jugendliche der Messdienerleiterrunde St. Vitus arbeiten seit der Fusion der beiden Gemeindeteile 2006 längst gut zusammen. Ob man aus Vinnum oder Olfen stamme, mache keinen Unterschied mehr, sagt Sophia Schomberg (18) aus Vinnum (M.), „nur wenn wir uns nachbarschaftlich etwas hochnehmen wollen“. Messdienergruppen gibt es in jedem Gemeindeteil. Rund 20 Ministranten waren am Samstag im Einsatz.

Unermüdlich im Hintergrund

So haben die Vinnumer das Jubiläum ihrer Kirche gefeiert

© Sylvia vom Hofe

Irene Mengelkamp kennt die Jubilarin, die Kirche St. Marien, besser als jeder andere. Sie ist seit mehr als 35 Jahren Küsterin – auch Lektorin und Messdienerin. Und um den Blumenschmuck und die liturgischen Gewänder kümmert sie sich auch. „Ohne diese Kirche fehlt mir einfach etwas“, sagt die 77-Jährige und lacht. Pastoralreferent Martin Reuter dankte sowohl Irene Mengelkamp als auch dem Vorbereitungskreis für das Fest.

Geselligkeit bis in den Abend

So haben die Vinnumer das Jubiläum ihrer Kirche gefeiert

© Sylvia vom Hofe

Moritz Graf vom Hagen Freiherr von Plettenberg (r.) gratulierte Paul Ostrop (2. v. l.) und den anderen Vinnumern, die den Kirchbau betrieben hatten: „Wenn ich von Weitem den Kirchturm sehe, fühle ich mich zu Hause.“ Der ehemalige Pfarrer Bernhard Lütkemöller riet, darauf zu drängen, dass stets Seelsorger nach Vinnum kommen. Bürgermeister Wilhelm Sendermann stellte in Aussicht, dass die Vinnumer dank ihrer Beharrlichkeit auch noch zu einem Dorfgemeinschaftshaus kommen könnten.

Ein volles Haus

So haben die Vinnumer das Jubiläum ihrer Kirche gefeiert

© Sylvia vom Hofe

Die 340 Sitzplätze der Kirche St. Marien Vinnum haben am Samstag nicht ausgereicht. Zahlreiche Gottesdienstbesucher mussten stehen während der Festmesse, in der Geerlings indirekt auch auf die rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz einging: „Woher kommt nur dieser Hass? An die Stelle Gottes scheinen manche wieder die Nation stellen zu wollen. Da müssen wir klar widersprechen“, forderte er.

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Eigentlich alles sprach dagegen. Trotzdem haben sich die Vinnumer nicht aufhalten lassen: Die Dorfgemeinschaft baute vor 50 Jahren ihre eigene Kirche. Und das bereits zum zweiten Mal. Von Sylvia vom Hofe

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