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So ist der Stand bei der Gesamtschulkooperation Olfen und Datteln

Gesamtschulkooperation

Die Kooperation zwischen den Gesamtschulen Olfen und Datteln nimmt Formen an. Es gibt durchaus große Veränderungen für Schüler und Lehrer.

Olfen

, 22.06.2018
So ist der Stand bei der Gesamtschulkooperation Olfen und Datteln

Die Wolfhelm-Gesamtschule Olfen bekommt in Datteln einen Teilstandort. © Foto: Theo Wolters

Die Tinte unter der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen Olfen und Datteln in Sachen Gesamtschulkooperation ist längst trocken. Zum neuen Schuljahr geht das Konstrukt mit der Wolfhelm-Gesamtschule am Standort Olfen und am Standort Hauptschule Hachhausen in Datteln an den Start.

Klappt alles? Läuft‘s?

„Ja“, sagt Robert Adam. Der stellvertretende Schulleiter gab dem Ausschuss für Schule und Kindergärten einen aktuellen Einblick in die Vorbereitungen der Kooperation. Tenor: „Wir sind auf einem guten Weg und sind mit offenen Armen empfangen worden.“

Welch gewaltige Aufgabe eine solche Kooperation ist, schilderte vorab Olfens Fachbereichsleiterin Daniela Damm: „Die Zeit schreitet voran.“ Es liege eine arbeitsintensive Zeit für die Verwaltungen der beiden Städte und für die Schulen hinter den Beteiligten.

Das sind die wichtigsten Themen:

  • Austausch in Sachen interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Datteln, manifestiert durch eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung. Es gebe eine gute Zusammenarbeit mit der Hauptschule Hachhausen als Hausherrin für die nächsten Jahre bis zum Auslaufen der Hauptschule. In regelmäßigen Arbeitskreissitzungen gehe es um die Umsetzung der Baupläne in Datteln, aber auch schon um Planungen für das Schuljahr 2019/2020. „Dann kommen drei Gesamtschulklassen hinzu, während zwei Hauptschulklassen wegfallen.“ Da sei es wichtig, den Eltern künftiger Schüler so viele gesicherte Informationen wie möglich zu geben, denn: „Wir müssen berücksichtigen, dass der Tag der offenen Tür für das Schuljahr 2019/2020 schon in fünf Monaten ist.“

  • Schulinterne Vorbereitungen: Robert Adam dazu: „Wir haben in Angleichung an die Hauptschule Hachhausen das Stundenraster etwas modifiziert.“ Heißt: Eine Unterrichtsstunde dauert künftig nicht mehr 45, sondern 90 Minuten. Laut Stadtverwaltung hat das diese Folgen: Einen für Schüler und Lehrer ruhigerer Schulalltag (weniger Fachraumwechsel beispielsweise) und veränderte Pausen- und Schlusszeiten. Adam erklärte, beide Schulen haben eine komplexe Thematik zu bearbeiten. Beispiel: „Wie bekomme ich es hin, dass ich ein Stundenraster fahren lasse, das an beiden Standorten gleich ist.“ Denn es muss gewährleistet sein, dass für Lehrer, die zwischen den Standorten pendeln müssen, wenn es fachlich erforderlich ist, die Anschlusszeiten stimmig sind. Zudem müssen im Gebäude in Hachhausen, das sich die Gesamtschule mit der Hauptschule teilt, „die Fachräume stimmig übergeben werden“. Auch die Kollegien beider Standorte gelte es „sukzessive zu verzahnen“. So zeigen zwei Lehrer der Hauptschule Interesse an einer Abordnung an die Gesamtschule, sagt Robert Adam.

  • Gebäudemanagement: Beide Schulen streben einen „Fünfjahresplan“ an, so Adam. „So lange wird sich die Hauptschule das Gebäude mit uns teilen.“ Da müsse ganz genau gerechnet werden, wie viele Fach- und wie viele Klassenräume jede Schulform brauche. Haus- und Schulordnungen müssen koordiniert und abgestimmt werden.

  • Zusammenwachsen: Die Schulleitungen haben sich schon Gedanken gemacht, ob es für beide Standorte einen Kennenlernnachmittag geben kann. Ergebnis: „Wir haben uns entschieden, die Kennenlernnachmittage zu splitten“, berichtete Robert Adam. In Olfen finde er am 9. Juli statt und in Datteln am 10. Juli. Sodass jeweils auch Repräsentanten der jeweiligen Schulen am anderen Standort vertreten sein können. Am Ende seines Vortrags trug Robert Adam noch einen Wunsch der Schule vor: „Es wäre schön, wenn es eine symbolische Einweihung geben kann. Auch mit Vertretern der Städte, des Schulträgers, der Presse.“ Es gehe um ein erkennbares Zeichen nach außen. Motto: Jetzt sind wir da.

  • Bedeutung der neuen Kooperation: Bürgermeister Wilhelm Sendermann bedankte sich bei Robert Adam, stellvertretend für die gesamte Wolfhelmschule, dafür, dass die Schule alle Planungen so gut mittrage. Die Entscheidung für die Schulkooperation nannte er zwar nicht historisch. Aber der nächste Satz mag dokumentieren, welche Bedeutung die Entscheidung hat: „Das macht man nicht mal alle zehn Jahre.“ Das werde die nächsten Jahre wirken.
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