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Thyssengas verlegt 144-Meter-Rohr für neue Erdgasleitung

Erdgasleitung

Etwas mehr als eine halbe Million Euro nimmt das Unternehmen Thyssengas zwischen Olfen und Ahsen in die Hand, um eine neue Gasleitung zu verlegen.

Olfen

, 31.08.2018
Thyssengas verlegt 144-Meter-Rohr für neue Erdgasleitung

Ein 144 Meter langes Rohr hat eine Spezialfirma an der Lippe entlang verlegt. © Marie Rademacher

Am Freitag ist in einem aufwendigen Verfahren ein 144 Meter langes Rohr dieser Leitung unter der Erde eingesetzt worden – ein erster Durchbruch im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn weiter alles nach Plan läuft, soll die Baustelle bis Ende Oktober abgeschlossen sein.

Alte Leitung von 1952

Thyssengas verlegt 144-Meter-Rohr für neue Erdgasleitung

© Marie Rademacher

An einer maroden Brücke eine aktive Gasleitung hängen zu lassen, ist nicht so eine gute Idee“, sagt Thyssengas-Sprecher Gerhard Hülsemann mit einem Lächeln, das andeutet, dass diese Umschreibung noch eine Untertreibung ist. Mit Sperrung der Brücke, an die die Erdgasleitung seit dem Jahr 1952 angebracht ist, musste das Unternehmen reagieren und hatte sich entschlossen die Leitung, die vorher gut sichtbar an der Brücke verlief, zu ersetzen.

Rohr ist 144 Meter lang

Thyssengas verlegt 144-Meter-Rohr für neue Erdgasleitung

© Marie Rademacher

Teil der neuen Leitung ist ein Rohr von insgesamt 144 Metern Länge, das am Freitag mit einem besonderen Verfahren unterirdisch eingesetzt wurde. Es war vorher aus mehreren, je zwölf Meter langen Einzelteilen zusammengeschweißt worden. Es hat insgesamt ein Gewicht von etwa acht Tonnen, besteht aus Stahl und hat einen Durchmesser von 25 Zentimetern. Wenn es als Gasleitung aktiv ist, soll es mit 22 Bar betrieben werden. Um das Rohr herum sind spezielle Schutzschichten aufgetragen, die das Rohr vor Korrosion schützt.

An der Südseite der Lippe

Thyssengas verlegt 144-Meter-Rohr für neue Erdgasleitung

© Marie Rademacher

Die Leitung verläuft an der Südseite der Lippe – also auf Ahsener Gebiet. Dort haben Mitarbeiter einer Spezialfirma am Freitag das Rohr in das vorgebohrte Loch entlang des Lippeufers eingelassen – im sogenannten Spülbohrverfahren. Das ist zwar relativ aufwendig und mit 200.000 Euro Kosten auch nicht ganz günstig, wie Andreas Bublitz von Thyssengas erklärt. So nah an der Lippe wäre es aber auch sehr schwierig geworden, statt mit solchen Bohrungen mit Gräben zu arbeiten wie es sonst üblich ist. Das Ufer der Lippe steht unter Naturschutz.

Von Bagger geführt

Thyssengas verlegt 144-Meter-Rohr für neue Erdgasleitung

© Marie Rademacher

Den ganzen Vormittag hat es am Freitag gedauert, bis eine spezielle Maschine das Rohr in das vorgebohrte Loch eingeführt hatte. In der Mitte wurde das Stahlrohr dazu angehoben. Am Ende auch – dort fuhr ein Fahrzeug mit, um das Rohr zu führen. Die horizontale Bohrung verläuft nicht gerade, sondern in einem Bogen. Ungefähr neun Meter unter der Erde liegt es am tiefsten Punkt, am Anfang und am Ende kommt es aber wieder hoch und wird mindestens einen Meter unter der Erde an die anderen Rohre angeschlossen.

Vielbeachtetes Finale

Thyssengas verlegt 144-Meter-Rohr für neue Erdgasleitung

© Marie Rademacher

Kameras und Handys zückten die Tyssengas-Mitarbeiter vor Ort, um am Mittag den Durchbruch des Rohres zu filmen. Der Weg zur Nordseite der Lippe ist schon fertig. Ein Düker, also eine Unterquerung, führt ein Rohr unter dem Fluss her. Es kommt dort auf einem Maisfeld wieder raus. Um es wieder in das Netz einzubinden wird ein weiteres Rohr über Gräben zum Einbindepunkt verlegt. „Auf der anderen Seite ist es leichter, mit offener Bauweise, also mit Gräben zu arbeiten“, so Thyssengas-Sprecher Gerhard Hülsemann.